Ziele übertroffen: Rekordjahr für die Deutsche Telekom

Dreimal hatte die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr ihre Ziele erhöht und diese nun sogar noch übertroffen. Vor allem T-Mobile USA wächst schnell.

(Foto: Deutsche Telekom AG)

Im vergangenen Jahr konnte die Deutsche Telekom ihre dreimal angehobenen Finanzziele übertreffen. Der Umsatz stieg um 0,9 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA um 5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro. Bei konstanten Wechselkursen und unverändertem Konsolidierungskreis habe das Umsatzplus sogar bei 3,1 Prozent und der EBITDA-Zuwachs bei 7,2 Prozent gelegen, so der Konzern.

»Unser Wachstumsprofil mit einer starken Präsenz auf beiden Seiten des Atlantiks zusammen mit unserer enormen Investitionskraft ist in der Branche einzigartig«, konstatierte Vorstandsvorsitzender Tim Höttges. Für 2019 peilt die Telekom eine Steigerung des Umsatzes um weitere ein bis zwei Prozent an, das bereinigte EBITDA soll um zwei bis vier Prozent zulegen.

Starke Zahlen von T-Mobile USA

Schaut man sich 2018 an, fällt vor allem das kräftige Wachstum von T-Mobile USA auf. Die US-Tochter erreichte einen Umsatz von 43,1 Milliarden Dollar und damit ein Plus von 6,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg um 13,6 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar. Die Zuwächse resultieren einerseits aus der weiter steigenden Zahl von Vertragskunden – 79,7 Millionen waren es zum Jahresende; allein im vierten Quartal kamen 1,4 Millionen hinzu. Andererseits aber auch aus der gesunkenen Wechslerrate.

In Deutschland ging der Umsatz dagegen leicht zurück: um 1,1 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro. Das EBITDA stieg indes um 2,4 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Dabei habe sich die Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 negativ auf den Umsatz und positiv auf das EBITDA ausgewirkt, erklärt die Telekom.

Positiv entwickelte sich in Deutschland vor allem das Geschäft mit schnellen Internetanschlüssen. So nutzen bereits 12,2 Millionen Kunden einen glasfaserbasierten Zugang – ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Jahresende 2017. Und mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) der Mobilfunk-Vertragskunden nutzt Bündelprodukte aus Mobilfunk und Festnetz (Vorjahr 41,7 Prozent). Zudem legten die Mobilfunk-Serviceumsätze zu.

T-Systems profitiert von neuen Technologien

T-Systems übertraf mit plus 0,3 Prozent und einem Umsatz von 6,9 Milliarden Euro leicht die Erwartungen. Während man Zuwächse in Bereichen wie Cloud, Healthcare und IoT verzeichnen konnte, gab es Rückgänge im klassischen IT-Geschäft. Mit einem Auftragseingang von 6,8 Milliarden Euro konnte man das Volumen neuer Abschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 29,3 Prozent steigern und blickt daher optimistisch nach vorn.

Dass das bereinigte EBITDA deutlich um 15,7 Prozent auf 429 Millionen Euro absackte, ist laut Telekom auf geplante Investitionen in Wachstumsfelder und die Netzumstellung auf IP zurückzuführen.