Wachstum gegen den Trend: Smartphones bleiben Umsatzgarant

Während der weltweite Absatz von Smartphones im vergangenen Jahr rückläufig war, wird in Deutschland weiter gut an den Geräten und damit verbundenen Dienstleistungen und Lösungen verdient – wenn man das passende Angebot hat.

Zumindest in Deutschland lässt sich mit Smartphones und dem notwendigen Drumherum noch gutes Geld verdienen
(Foto: Drobot Dean - AdobeStock)

Der weltweite Smartphone-Markt hat seinen Zenit vorerst überschritten und ist im letzten Jahr erstmals durchgehend geschrumpft. Genauso soll es auch im neuen Jahr weiter gehen. Zumindest in Deutschland jedoch sind sowohl die Geräte als auch das zugehörige Ökosystem an Zubehör, Dienstleistungen, Lösungen und Apps weiterhin ein wichtiger Umsatzgarant für den ITK-Fachhandel. Der Branchenverband Bitkom prognostiziert jetzt, dass damit im laufenden Jahr 34,3 Milliarden Euro umgesetzt werden, also nochmals rund eine Milliarde oder drei Prozent mehr als 2018. Den größten Anteil davon bringen Daten- und Sprachdienste ein, deren Umsatz um 1,6 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zulegen soll. Apps spülen immerhin rund 1,6 Milliarden Euro in die Kassen der Anbieter, 4,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Aber auch die Geräte selbst sind nach wie vor gefragt. Insgesamt werden laut der Prognose in Deutschland 2019 rund 10,4 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, was einem Zuwachs von 2,4 Prozent entspricht. Auch das ist hauptsächlich einem gegenläufigen Trend zum Weltmarkt geschuldet. Während global immer weniger Kunden bereit sind, die teuren Spitzenmodelle zu kaufen, werden diese hierzulande vergleichsweise gut nachgefragt. Das zeigt sich unter anderem daran, dass bei den Absatzzahlen nur ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet wird. Damit einhergehend würde der Durchschnittspreis je gekauftem Gerät von 444 Euro (2018) auf 453 Euro (2019) steigen.

Bereits im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erstmals mehr Smartphones mit einer Displaygröße von 5,5 Zoll oder mehr verkauft, als kleinere Modelle. Dies soll auch 2019 so bleiben und sich über alle Geräteklassen hinweg ziehen. »Ob Einsteiger-Gerät oder Flaggschiff-Modell: Der Trend geht zu großflächigen und nahezu randlosen Displays. Die starke Nachfrage nach hochpreisigen Geräten mit Highend-Kameras treibt Umsätze und Durchschnittspreise«, fasst Bitkom-Präsidiumsmitglied Dr. Hannes Ametsreiter zusammen.