Mögliche Risiken durch chinesische 5G-Technologie: Ehemalige Geheimdienst-Chefs uneins über Huawei

Beim Ausbau von 5G wollen deutsche Provider auch Technik des chinesischen Unternehmens Huawei einsetzen. Nachdem aus dem Umfeld von Geheimdiensten bislang viele warnende Stimmen zu hören waren, erhalten die Chinesen nun von unerwarteter Seite Rückendeckung.

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Das Risiko bei einer Beteiligung des chinesischen Unternehmens Huawei am Ausbau des schnellen Mobilfunknetzes 5G in Deutschland wird von zwei ehemaligen Geheimdienstchefs völlig unterschiedlich eingeschätzt. Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, warnte am Mittwoch davor, beim 5G-Ausbau auf die Chinesen zu setzen. »Es gibt Risiken, die mit 5G und einer möglichen Beteiligung von Huawei daran verbunden sind«, sagte Schindler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Robert Hannigan, der ehemalige Direktor des britischen Geheimdiensts GCHQ, sprach sich dagegen in der »Financial Times« entschieden dagegen aus, Firmen aus China generell beim 5G-Ausbau auszugrenzen. »Großbritannien und andere europäische Länder sollten ihre Nerven behalten und Entscheidungen über die Beteiligung Chinas an künftigen Telekommunikationsnetzen auf technisches Fachwissen und rationelle Risikobewertung stützen, und nicht auf einen politischen Trend - oder Handelskriege«, schrieb er. »Wir sollten akzeptieren, dass China in Zukunft eine globale Technologiemacht sein wird, und jetzt mit dem Risikomanagement beginnen, anstatt so zu tun, als könne der Westen den technologischen Aufstieg Chinas aussitzen.«

Schindler, der seit drei Jahren als Experte für Sicherheitsfragen bei der Berliner Beratungsgesellschaft »Friedrich 30« arbeitet, argumentierte dagegen, wer die neue Technologie bereitstelle, der sei auch »in der Lage, Kommunikationsinhalte abzugreifen«. Das zweite Risiko sei die Betriebssicherheit. »Die Technologie von Huawei ist anderthalb bis zwei Jahre weiter als unsere«, erläuterte Schindler. »Wir sind also gar nicht in der Lage, zu beurteilen, was da eingebaut wird. Es sind daher Szenarien denkbar, dass im Krisenfall unser Netz abgeschaltet wird, worauf wir nicht vorbereitet sind.«

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