380 Millionen Franken Erlös: 5G-Frequenzen in der Schweiz versteigert

Als eines der ersten Länder hat die Schweiz ihre 5G-Frequenzen versteigert. Obwohl am Ende einige Frequenzblöcke übrig blieben, ging ein Bieter leer aus.

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In der Schweiz sind die ersten 5G-Mobilfunklizenzen versteigert worden. Die Staatskasse nahm damit 380 Millionen Franken (335 Mio Euro) ein, wie die Kommunikationskommission am Freitag mitteilte. Die bisherigen Mobilfunklizenzbesitzer waren die erfolgreichen Bieter: Swiss Telecom, Sunrise und Salt. Ein viertes Unternehmen, Dense Air Ltd, ersteigerte keine Lizenz. In Deutschland ist die Vergabe der 5G-Lizenzen im Frühjahr geplant, steht aber noch aus.

Mit der 5G-Technologie können Internetverbindungen bis zu 100 mal schneller als mit 4G-Standard angeboten werden. Damit wird die Digitalisierung vorangetrieben. Unter anderem ermöglicht sie neue medizinische Anwendungen und drahtlose Steuerung von Maschinen. Außerdem kann 5G bei selbstfahrende Fahrzeuge und neuartigen Apps für virtuelle Realität eine wichtige Rolle spielen.

Die Schweiz gehört nach Angaben der Kommission zu den ersten Ländern Europas, die 5G-Lizenzen zur Verfügung stellt. Sie gelten für 15 Jahre. In Deutschland will sich neben den Funknetzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica auch der Anbieter 1&1 Drillisch um Lizenzen bewerben.

Für fünf Frequenzblöcke mit je fünf Megahertz fanden die Schweizer Behörden keinen Käufer. Dabei handelt es sich nach Angaben der Kommission um zusätzliche Downlinkfrequenzen, die für erhöhte Kapazitäten beim Herunterladen von Daten eingesetzt werden können. Diese Lizenzen sollen später erneut angeboten werden.