Telekom-Tochter im Aufwind: T-Mobile US legt erneut zu

Dank einem starken vierten Quartal konnte T-Mobile US das Finanzjahr 2018 mit gutem Ergebnis abschließen. Auch für 2019 plant das Unternehmen mit solidem Wachstum.

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom kann abermals zulegen. Der Umsatz von T-Mobile US kletterte im vierten Quartal 2018 um sechs Prozent auf 11,4 Milliarden US-Dollar (10 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Bellevue (US-Bundesstaat Washington) mitteilte. Das operative Ergebnis stieg sogar um 10 Prozent auf knapp 3 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieben aber nur 640 Millionen Dollar und damit rund drei Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Grund war ein hoher Vergleichswert - 2017 hatte die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump die Gewinne aufgebläht. Trotz dieses Rückgangs war die Entwicklung also positiv.

Die US-Tochterfirma ist seit langem ein solider Gewinnbringer für den früheren deutschen Staatskonzern. In diesem Jahr will sich T-Mobile US mit dem viertgrößten US-Mobilfunker Sprint zusammenschließen, um die beiden Platzhirsche Verizon und AT&T anzugreifen - und um Kosten zu sparen. Die über Jahre Verluste einfahrende Sprint machte zuletzt ebenfalls im Tagesgeschäft Fortschritte. Im Dezember hatte der für die Prüfung ausländischer Übernahmen zuständige Ausschuss CFIUS die rund 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme durchgewunken und der Telekom damit einen ersten Erfolg beschert. Weitere Behörden müssen noch zustimmen.