Der richtige Mix aus Cloud und On-Premise: Portfolio von Atos kommt in den Channel

Atos möchte künftig nicht nur die Produkte seiner TK-Tochter Unify, sondern auch einen Teil des eigenen Portfolios über den Channel vertreiben. Dazu setzt der französische IT-Dienstleister auf seine bestehenden Partner, ist aber auch auf der Suche nach neuen IT-Resellern.

Thomas Schmieske, Senior Vice President Channel Sales Unify bei Atos
(Foto: Atos)

Im deutschen Channel ist Atos bislang vor allem durch die Produkte seiner Telefonietochter Unify bekannt. Nun möchte der französische IT-Dienstleistungsriese jedoch auch einen Teil des klassischen Atos-Portfolios über Partner vertreiben.

Atos hat den TK-Spezialisten Unify, damals ein Joint Venture von Siemens und The Gores Group, im November 2015 für 340 Millionen Euro übernommen. Anfang 2016 wurde die Übernahme offiziell abgeschlossen. Mittlerweile ist Unify in die Konzernstrukturen von Atos fest integriert, als Produkt-Brand für Kommunikation und Collaboration bleibt der Name aber erhalten.

Die Übernahme kam für die Unify-Partner damals recht überraschend. Denn erst 2014 hatte der TK-Spezialist als Ziel ausgegeben, weltweit mehr als 50 Prozent seines Umsatzes über den Channel erzielen zu wollen. Ob es die ehemalige Siemens Enterprise Communications, die traditionell stark durch eine Direktvertriebsstrategie geprägt war, tatsächlich ernst meint mit ihrem Bekenntnis zum Channel, war unter Partnern damals noch umstritten. Durch die Übernahme wurde die Vertriebsstrategie nicht unbedingt einfacher, schließlich ist Atos als IT-Dienstleister für die Unify-Partner – zumindest in der Theorie – ein potenzieller Mitbewerber.

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