Der richtige Mix aus Cloud und On-Premise: Portfolio von Atos kommt in den Channel

Atos möchte künftig nicht nur die Produkte seiner TK-Tochter Unify, sondern auch einen Teil des eigenen Portfolios über den Channel vertreiben. Dazu setzt der französische IT-Dienstleister auf seine bestehenden Partner, ist aber auch auf der Suche nach neuen IT-Resellern.

Im Channel angekommen

Dennoch: Das vor fünf Jahren ausgegebene Ziel wurde erreicht. Bereits 2015 realisierte Unify 55 Prozent seines weltweiten Umsatzes über den Channel, 2017 waren es 63 Prozent. Auch im vergangenen Jahr lag das Umsatzwachstum im Channel nach Unternehmensangaben im zweistelligen Bereich. »Wir haben kaum Konflikte mit den Partnern«, zieht Thomas Schmieske, Senior Vice President Channel Sales Unify bei Atos Deutschland, Bilanz. Mittlerweile hat Unify in Deutschland rund 650 Reseller und 50 Systemhäuser. Dazu kommen rund 190 Partner, die für den Verkauf von Unifys Cloud-basierter UCC-Lösung »Circuit« zertifiziert sind.

Für Atos geht die Reise in den Channel jedoch noch weiter. Für das laufende Jahr hat sich der Konzern als Ziel gesetzt, auch einen Teil des Atos-Portfolios über Reseller und Systemhäuser zu vermarkten. Starten möchte der Konzern zunächst mit zwei oder drei Kernprodukten. Welche Elemente des Atos-Portfolios sich für den Channel-Vertrieb eignen, wird derzeit evaluiert. In Frage kommen dabei die Themen Cybersecurity, Identity and Access Management, Appliances, High Performance Computing sowie Enterprise Server Computing. »Für einige unserer Partner sind diese Lösungen eine interessante Erweiterung ihres Portfolios, etwa wenn sie aus diesem Umfeld kommen oder ihr aktuelles Angebot ausbauen wollen«, sagt Schmieske. Nachdem die Mehrheit der bisherigen Unify-Partner ihre Wurzeln im TK-Geschäft haben, möchte Atos zugleich auch neue Reseller und Systemhäuser aus dem IT-Umfeld gewinnen. »Voice machen wir seit Jahrzehnten. Der IT-Markt ist aber anders als der Voice-Markt«, sagt Schmieske.