Breitbandausbau und 5G: Steinmeier fordert Ausbau des schnellen Internets bis aufs Land

Auf dem Land wirtschaften nicht nur die deutschen Bauern. Viele kleinere Orte haben mit Abwanderung zu kämpfen, wenn Busverbindungen fehlen oder fixes Internet. Das Staatsoberhaupt drängt zum Handeln.

Knowhow auf dem Land anbinden

Der Bundespräsident betonte, nur dort, wo Menschen Arbeit finden und für ihre Familie sorgen könnten, habe das Leben auf dem Land eine Chance gegen den demografischen Wandel. Aufgabe der Politik sei es, konkrete Probleme vor Ort etwa bei der medizinischen Versorgung oder Verkehrsanbindungen zu lösen. »Damit sich niemand abgehängt fühlt, darf unser Land schlicht und einfach niemanden abhängen.« Für den Staat dürfe ehrenamtliches Engagement keine Entschuldigung sein, sich schleichend zu verabschieden. »Gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge. Sie ist Dableibevorsorge.«

Steinmeier rief dazu auf, neben Sorgen auch die Chancen auf dem Land stärker in den Blick zu nehmen. »Es ist höchste Zeit, die Wahrnehmung in manchen Köpfen geradezurücken: Die Landbewohner sind keine abgehängte Minderheit.« Es gebe viele kreative Köpfe und Initiativen. Aber nicht jeder Unterschied zwischen Stadt und Land werde sich einebnen lassen. Steinmeier hatte im vergangenen Jahr einige ländliche Regionen besucht. 57 Prozent der Menschen in Deutschland leben laut Bundesagrarministerium außerhalb der größeren Städte.

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