Tausende Funkstörungen beseitigt: Bundesnetzagentur auf Fahndung

Mehr als zwölf Funkstörungen am Tag musste der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur auf den Grund gehen. Dabei wurden auch viele Wlan-Netz wegen ungenehmigter Frequenznutzung außer Betrieb genommen.

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur ist bundesweit an 19 Standorten vertreten.
(Foto: Bundesnetzagentur)

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr in rund 4.700 Fällen in ganz Deutschland Funkstörungen vor Ort aufgeklärt und beseitigt. In mehr als 1.200 Fällen seien dabei sicherheitsrelevante Bereiche wie der Flugfunk, der Funkverkehr von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei, der Bahnfunk oder das öffentliche Mobilfunknetz betroffen gewesen, teilte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit.

In mehr als 1.600 weiteren Fällen suchte der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur außerdem nach ungenehmigten Frequenznutzungen und nahm Geräte und WLAN-Netze außer Betrieb, die auf nicht zugeteilten Frequenzen betrieben wurden. Dabei handelte es sich oft um Geräte, die über den Onlinehandel in die EU gelangt waren und nicht die EU-Normen erfüllten.

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur ist bundesweit an 19 Standorten vertreten, um Funkstörungen flächendeckend beheben zu können. Dabei kommen neben stationären Mess- und Peilstationen auch Funkmessfahrzeuge sowie Spezialfahrzeuge zum Einsatz.

Verbraucher und Institutionen, die eine Funkstörung melden wollen, können sich an die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur wenden. Diese ist rund um die Uhr unter der Rufnummer 04821 89 55 55 oder per E-Mail unter funkstoerung@bnetza.de erreichbar.

Der Service kann von Institutionen, Unternehmen und Verbrauchern gebührenfrei in Anspruch genommen werden. Verursacher von Funkstörungen müssen ebenfalls keine Gebühren befürchten, soweit Störungen unverschuldet verursacht wurden.