Rekordjahr trotz politischer Turbulenzen in den USA: Huawei lässt sich nicht ausbremsen

Mit Umsatz- und Verkaufsrekorden beendet der chinesische Technologieriese Huawei ein erfolgreiches Jahr. Daran könnte 2019 anknüpfen.

Huawei macht US-amerikanischen IT-Ausrüstern und Apple das Leben schwer.
(Foto: CRN)

109 Milliarden US-Dollar Umsatz gab Huaweis Chairman Guo Ping für 2018 bekannt – ein Plus von 21 Prozent und damit ein neuer Rekord. Man sei dieses Jahr noch stärker gewachsen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Und es sieht so aus, als würde Huawei auch 2019 kräftig zulegen.

Hohe Forschungsausgaben für das kommende neue Mobilfunknetz zahlen sich offenbar bereits aus. 26 Aufträge für 5G habe der chinesische Telekommausrüster bereits an Land gezogen. Einen weiteren Rekord meldet der Manager bei den Smartphone-Verkäufen: Erstmals überschritt die Zahl der verkauften Smartphones die 200-Millionen-Marke. Huawei hatte im Laufe dieses Jahres Apple von Platz zwei der größten Handyhersteller der Welt verdrängt. Nur Samsung stellt mehr Smartphones her als Huawei.

Wie zum Trotz gegen den politischen Gegenwind, der Huawei aber auch anderen chinesischen und russischen Technologieherstellern in den USA scharf ins Gesicht bläst, bilanziert Guo Ping in seiner Neujahrsansprache am Donnerstag die Erfolge von Huawei.

Der Konzern muss immer wieder gegen Vorhaltungen ankämpfen, er würde in seiner Hardware Hintertüren für chinesische Spionage einbauen oder verstoße gegen Gesetze in den USA. Kurz vor Weihnachten eskalierte die Auseinandersetzung, als Huaweis Finanzchefin und Tochter des Unternehmensgründers Ren Zhengfei, Meng Wanzhou, auf Betreiben der USA in Kanada wegen angeblichem Verstoß gegen das Iran-Embargo festgenommen, nach Zahlung einer Kaution aber wieder frei gelassen wurde.