Aus sechs mach vier: T-Systems verschlankt Geschäftsführung

Der internen Neuorganisation lässt T-Systems eine Neuaufstellung der Geschäftsführung folgen. Anette Bronder, die bislang die Digitalsparte leitete, verlässt das Unternehmen. Patrick Molck-Ude wechselt in die neue Portfolio-Einheit »TC Services«.

François Fleutiaux verantwortet als neuer Geschäftsführer »Commercial« auch Vertrieb und Partnermanagement
(Foto: T-Systems)

T-Systems stellt sich neu auf und will künftig mit zehn sogenannten Portfolio-Einheiten agiler im Markt auftreten können. Die bisherige Struktur mit drei Organisationseinheiten für Informationstechnik, Telekommunikation und Digitalgeschäft verschwindet damit zum Jahresende und zieht auch einen Umbau in der Geschäftsführung nach sich. Die besteht ab dem 1. Januar 2019 aus nur noch vier statt bisher sechs Mitgliedern.

Anette Bronder, die bisher die Digital Division leitete, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Bronder hatte den Aufbau der Digital Division ebenso wie den von Telekom Security nach ihrem Wechsel zu T-Systems im August 2015 verantwortet. Auch Patrick Molck-Ude scheidet aus der Geschäftsführung aus, wechselt aber innerhalb des Unternehmens in die Leitung der Portfolio-Einheit »TC Services«. Sie ist die größte der neuen Einheiten und stellt nationalen sowie internationalen Großkunden globale Netze für ihren digitalen Umbau bereit.

Die neue Geschäftsführung von T-Systems besteht neben dem Vorsitzenden aus einem Geschäftsführer »Commercial«, einem für Finanzen und einem für Personal. Finanzen und Personal verantworten weiterhin Christoph Ahrendt und Georg Pepping. Commercial wird von François Fleutiaux übernommen, der bisher der IT-Division vorstand und nun alle Kundenbelange in seinem Ressort vereint, einschließlich Vertrieb, Marketing, Partner- und Vertragsmanagement.

»Wir stellen T-Systems schlanker und agiler auf«, sagt Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Die »alte monolithische Struktur« sei durch zehn agile, kunden-getriebene Portfolio-Einheiten ersetzt worden, welche die volle Verantwortung für ihre Produkte und Lösungen tragen. Für Marktzugang und Lieferfunktionen gebe es zentrale Organisationen. »Die Hierarchie ist in allen deutlich flacher als bisher«, betont Al-Saleh und ergänzt: »Wir haben den neu geschaffenen Einheiten mehr Verantwortung gegeben und verschlanken deshalb auch die Geschäftsführung.«´