Nach der Drillisch-Übernahme: United Internet verbucht Gewinneinbruch

Trotz eines deutlich geringeren Gewinns als im Vorjahr zieht United Internet eine positive Bilanz aus den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres.

(Foto: United Internet)

Der Telekommunikations- und Internetdienstleister United Internet hat in den ersten neun Monaten einen Gewinneinbruch verbucht. Der Konzern mit den Marken 1&1, GMX und Web.de machte von Januar bis September für die eigenen Aktionäre 57,1 Millionen Euro Gewinn und damit nur noch rund ein Zehntel so viel wie ein Jahr zuvor, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Montabaur mitteilte.

Das lag unter anderem daran, dass United Internet sich vor einem Jahr knapp 304 Millionen Euro Sonderertrag aus der Drillisch-Übernahme gutschreiben konnte, in diesem Jahr aber eine Wertminderung auf die Beteiligung an der Kabelgesellschaft Tele Columbus von 216 Millionen Euro anfiel.

Bereinigt um diverse Sondereffekte ging der Gewinn je Aktie um 9 Cent auf 1,37 Euro zurück, weil United Internet mehr Gewinn an den Finanzinvestor und Minderheitsgesellschafter Warburg Pincus sowie an Drillisch-Aktionäre abführen muss.

Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten auf 3,82 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 10,2 Prozent, wenn der Konzern in dieser Form schon vor einem Jahr bestanden hätte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg nach dieser Rechnung um 10,5 Prozent auf 874,6 Millionen Euro.

Die Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigte das Management um Ralph Dommermuth. Bei den Kunden muss sich United Internet aber strecken, nach neun Monaten hat das Unternehmen 690.000 Verträge hinzugewonnen. Im Plan standen zuletzt für das Gesamtjahr eine Million neue Verträge. Diese würden auch weiter angestrebt, sagte ein Sprecher.