Virtuelle Konferenzen und Videotelefone: Facebooks große VR-Pläne

Facebook verbindet Milliarden Menschen miteinander. Mit Geräten für Videotelefonie und Virtueller Realität will der Konzern seine Mitglieder noch tiefer in Kontakt bringen. Soll das die persönliche Interaktion ersetzen?

VR fehlt die Killer-Anwendung

Doch die bahnbrechende Software-Anwendung für VR bleibt bisher aus. Die Verkaufszahlen von VR-Geräten bleiben hinter den Erwartungen zurück. Als erster Markt wurden vor allem Videospieler gesehen, für die etwa die kabelgebundenen Produkte Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR entwickelt wurden.

Berechnungen der Marktforscher von IDC zufolge gab es bei VR-Headsets im zweiten Quartal 2018 im Jahresvergleich einen Absatzrückgang von gut 33 Prozent. Vor allem der Absatz der Brillen, für die man zusätzlich ein Smartphone benötigt, ging um mehr als die Hälfte zurück. Allerdings: Das sei IDC zufolge nur ein temporärer Einbruch.

Am Ende gewinnt Bosworth das virtuelle Tennismatch - trotz Gummigiraffe. Sein Avatar reist die Arme zum Jubel in die Luft. »Wir werden persönliche Treffen niemals ersetzen können und wir planen auch nicht, das zu tun«, sagt er. Aber virtuelle Interaktion könne Zeit und Geld sparen - etwa weil die Kosten für Pendeln und Reisen entfallen. Nur einen Teil der persönlichen Interaktion im Virtuellen herstellen zu können, habe deshalb schon einen enormen Wert.

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