Neue Vorwürfe gegen Apple: Qualcomm heizt Streit mit Apple weiter an

Qualcomm eskaliert den Konflikt mit Apple mit einer brisanten Anschuldigung: Der iPhone-Konzern habe heimlich vertrauliche Informationen an den Rivalen Intel weitergegeben, damit dieser seine Chips verbessern konnte.

(Foto: Qualcomm)

Der Chip-Spezialist Qualcomm erhebt in seinem Dauerstreit mit Apple neue brisante Vorwürfe gegen den iPhone-Konzern. In einer aktualisierten Klage in Kalifornien heißt es, Apple habe vertrauliche Informationen von Qualcomm wie etwa Software-Code an den Konkurrenten Intel weitergegeben. Kommunikations-Chips von Intel haben in neueren iPhones inmitten des Streits entsprechende Technik von Qualcomm ersetzt. Apple kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.

Qualcomm erklärt in der Klageschrift unter anderem, Apple-Mitarbeiter hätten Intel-Entwickler mit vertraulichen Qualcomm-Informationen versorgt, um die Leistung der Intel-Chips zu verbessern. Dies sei bereits seit mehreren Jahren so und dauere an. Apple weigere sich seit vergangenem Jahr auch, eine Prüfung zuzulassen, die untersuchen soll, ob sich der Konzern an die Vereinbarungen mit Qualcomm hält. Mit den Deals hatte Apple erstmals 2009 Zugang unter anderem zum Software-Code bekommen, um Qualcomm-Chips in einer Version des iPhone 4 zu verwenden. Qualcomm liefert in dem Dokument keine konkreten Beweise für die Weitergabe der Daten.

Qualcomm verweist in der Klage unter anderem auf einen anonymen Online-Beitrag eines angeblichen ehemaligen Intel-Mitarbeiters, in dem von einem Zugriff auf Informationen des Konkurrenten die Rede war. Außerdem bezieht sich der Konzern auf Messungen, die gezeigt hätten, dass Kommunikations-Chips von Intel in iPhones zunächst langsamer als Qualcomm-Komponenten gewesen seien und dann aufgeholt hätten.

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