Chinesische Erfolgsgeschichte im Smartphone-Markt: Huawei zieht an Apple vorbei

Im vergangenen Quartal ist es Huawei erstmals gelungen, weltweit mehr Smartphones abzusetzen als Apple. Während der Absatz von iPhones stagnierte, legte der chinesische Konkurrent um mehr als 40 Prozent zu.

(Foto: CRN)

Als Huawei vor einigen Jahren erstmals das Ziel ausgab, zum zweitgrößten Smartphonehersteller hinter Samsung werden zu wollen, wurde das gemeinhin noch milde belächelt. Nachdem sich das Unternehmen seither mit stark steigenden Absatzzahlen tatsächlich immer weiter vorarbeiten konnte, wurden jetzt alle Kritiker eines Besseren belehrt. Laut den Marktforschern von IDC konnte der chinesische ITK-Konzern im zweiten Quartal weltweit erstmals mehr Smartphones als Apple verkaufen und sich damit den zweiten Platz in den Verkaufscharts sichern.

Insgesamt wurden zwischen April und Juni demnach 54,2 Millionen Huawei-Geräte abgesetzt. Das sind satte 41 Prozent mehr als noch im Vorjahr, während der Gesamtmarkt gleichzeitig sogar um 1,8 Prozent geschrumpft ist. Apple konnte seine Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr hingegen kaum (0,7 Prozent) steigern und liegt mit 41,3 Millionen verkauften iPhones und einem Marktanteil von 12,1 Prozent nun sogar direkt relativ deutlich hinter Huawei (15,8 Prozent).

Allerdings ist dieser rasante Aufstieg von Huawei noch immer relativ teuer erkauft. Während Apple vorwiegend sein Premium-Modell iPhone X an die Kunden bringen konnte und auch bei seinen anderen iPhones hohe Margen einstreicht, wächst Huawei vor allem in der hart umkämpften Einstiegs- und Mittelklasse, in der viele Geräte kaum Gewinne oder gar Verluste einbringen.

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