Neuer Kommunikationsriese entsteht: Vodafone kauft Unitymedia

Vodafone will Unitymedia und drei weitere Landesgesellschaften kaufen und dafür 18,4 Milliarden Euro zahlen. Entsprechende Gerüchte hatte es bereits seit Längerem gegeben.

Vodafone kauft Unitymedia.
(Foto: Folker Lück/CRN)

Nun ist es offiziell: Vodafone hat mit Liberty Global vereinbart, die Kabelnetze von Unitymedia in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen jetzt bekanntgegeben. Der Zusammenschluss steht unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Demnach erwirbt Vodafone die deutschen Kabelnetze der Liberty Global Tochter Unitymedia in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit der Übernahme werden die Karten in Deutschland neu gemischt, da sich Vodafone in allen Bundesländern als Wettbewerb zur Deutschen Telekom mit eigener Infrastruktur positionieren kann.

»Im Wettbewerb schaffen wir eine echte bundesweite Alternative. Damit beschleunigen wir nicht nur unser eigenes Netz, sondern bringen auch die anderen Anbieter dazu, in den Ausbau von Gigabit-Netzen zu investieren und den Infrastruktur-Ausbau voranzutreiben. Wir sorgen für mehr Auswahl, mehr Innovation und besseren Service. Davon profitieren Verbraucher und Unternehmen« sagt Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.

Lutz Schüler, CEO von Unitymedia, ergänzt: »Gemeinsam können wir einen bundesweit aufgestellten konvergenten Anbieter von leistungsstarken Telekommunikationsprodukten und innovativen Unterhaltungsangeboten schaffen. Das verleiht dem Wettbewerb im deutschen Markt neue Impulse.«

Der Verkauf an Vodafone soll bereits im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Liberty Global hat sich bereit erklärt, bestimmte Übergangsleistungen für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren zu erbringen. Diese Dienstleistungen sollen im Wesentlichen netzwerk- und informationstechnische Funktionen umfassen.