Internet of Thing-Lösung: Vodafone lässt Öltank sprechen

Füllstand schätzen und Öl außgerechnet dann kaufen, wenn der Preis am Höchsten ist. Das muss nicht sein. Mit intelligentem Meetering per Mobilfunk behält man stets den Überblick im Heizungskeller.

Ölstand schätzen war gestern. OilMo funkt Füllstände in Echtzeit per Mobilfunk in die Cloud
(Foto: Alex/Fotolia)

Wikon, Spezialist für Industriekommunikation, und Vodafone haben eine neue IoT-Anwendung auf den Markt gebracht. »OilMo« überwacht selbstständig in Echtzeit verschiedene Parameter aus dem Öltank im Heizungskeller und übermittelt die Daten in Echtzeit an ein Dashboard oder die dafür vorgesehene App. Eine SIM-Karte überträgt die Daten im Narrowband IoT von Vodafone. Die Benutzer können außerdem Grenzwerte für beispielsweise kritische Füllstände oder Ölpreise bestimmen, OilMo sendet dann zum richtigen Zeitpunkt automatisch Alerts für Kaufentscheidungen.

Wenn Lieferanten angebunden sind, kann über die IoT-Lösung auch die Anlieferung gezielt und individuell organisiert werden. Heizölversorger, Hausverwaltungen und Direktabnehmer könnten von dieser Automatisierung profitieren, der händische Aufwand bei der Kontrolle der Ölfüllstände sinkt, was vor allem für gewerbliche Immobilienverwaltungen interessant sein könnte.

Laut Vodafone habe man bereits mehr als 62 Millionen Dinge per Mobilfunk an das Internet angebunden. Für den Carrier ist die M2M-Vernetzung bereits seit einigen Jahren eine wichtige strategische Geschäftssäule. Aktuell rüstet Vodafone sein Mobilfunknetz für die M2M-Kommunikation aus. Im September soll das Narrowband IoT dann in ganz Deutschland funken. Bis dahin will Vodafone rund 90 Prozent aller LTE-Basisstationen für das Maschinennetz aktivieren.