Ultramobile Devices: Der mobile Multimilliarden-Markt

Das Geschäft mit mobilen Diensten und Devices hat sich in Deutschland zu einem milliardenschweren Markt entwickelt. Zwar wächst die Nachfrage nach Smartphones kaum noch, dafür winken mit der kommenden Mobilfunkgeneration 5G neue Anwendungsmöglichkeiten im B2B.

Steuerzentrale im IoT

Das könnte sich mit neuen Anwendungsmöglichkeiten im B2B ändern, sobald die fünfte Mobilfunkgeneration deutlich größere Bandbreiten zur Verfügung stellt. Dann könnte das Smartphone im Rahmen des Internet of Things auch im gewerblichen und industriellen Umfeld an Bedeutung gewinnen.

Den Weg dahin bereiten die Privatnutzer, die jetzt schon ihr Smartphone mit anderen Geräten verbinden und zur Steuerung etwa des Smart Home einsetzen. Vier von zehn haben laut Bitkom ihr Smartphone schon einmal mit dem Auto verbunden (38 Prozent) und jeder Siebte mit dem Smart-TV (17 Prozent). Auch bei Audio-Geräten (16 Prozent), Fitnessarmband (15 Prozent), Spielekonsole (14 Prozent) und Haushaltsgeräten (12 Prozent) gehe der Trend klar nach oben. Das Smartphone ist auf dem besten Weg zur Steuerzentrale des Internet of Things zu werden.

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona ist dieser Trend bereits klar erkennbar. Zahlreiche Firmen präsentieren dort B2B-Anwendungen und Apps für Smartphones und Tablets. So stellte der Mobility-Spezialist Continental Smartphone-basierte Lösungen für einen intelligenten Fahrzeugzugang vor. Ermöglicht wird das durch einen virtuellen Schlüssel im Smartphone. Die Techik eignet sich auch für die Autovermietung, wie Continental in einer Kooperation mit der Avis Budget Group zeigt. Dort benötigen Mietwagenkunden dank »Key as a Service« keinen Schlüssel mehr, um das Fahrzeug zu öffnen und den Motor anzulassen. Fahrzeuge können mit der Technologie einfach nachgerüstet werden. Für Autohersteller bietet Continental mit dem »Smart Device Integrated Access System« außerdem eine Lösung an, die als fester Bestandteil in die Fahrzeugarchitektur integriert ist. Damit ist das Fahrzeug werkseitig bereits für alle möglichen Dienstleistungen rund um »Key as a Service« vorbereitet.

Continental zeigt auch, wie sich das Smartphone als weiteres Display für die Anzeige von Fahrzeugdaten nutzen lässt. Als »Remote Display« zeigt es beispielsweise den aktuellen Reifendruck auch während dem Füllvorgang an. So weiß der Fahrer genau, wieviel Luft dem Reifen fehlt und muss sich nicht auf die Anzeigen der Luftdruckstation verlassen. In einer App können Nutzer zudem persönliche Profile wie Sitzposition, Klimaeinstellungen und Entertainment-Vorlieben bereits vor Betreten des Fahrzeugs aktivieren.