Ultramobile Devices: Der mobile Multimilliarden-Markt

Das Geschäft mit mobilen Diensten und Devices hat sich in Deutschland zu einem milliardenschweren Markt entwickelt. Zwar wächst die Nachfrage nach Smartphones kaum noch, dafür winken mit der kommenden Mobilfunkgeneration 5G neue Anwendungsmöglichkeiten im B2B.

Teure Premium-Smartphones im Trend

Die Marktdurchdringung ist inzwischen auch hierzulande weit vorangeschritten. Acht von zehn Menschen in Deutschland (81 Prozent) nutzen ein Smartphone. Das entspricht 57 Millionen Nutzern. Aber das Wachstum flacht ab. Neue Kundengruppen lassen sich praktisch nicht mehr erschließen. Die meisten Smartphonekäufe sind Ersatzbedarf für ausgediente Geräte. Wachstumspotenzial sieht der Bitkom deshalb vor allem noch bei Senioren, weil in der Gruppe der über 65-Jährigen erst 41 Prozent ein Smartphone nutzen.

Während der Smartphone-Absatz 2018 voraussichtlich konstant bei 23,6 Milliarden Geräten liegen wird, steigt der Umsatz laut Bitkom um 1,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Denn die Kunden legen immer mehr Wert auf ein qualitativ hochwertiges und leistungsfähiges Smartphone und sind auch bereit, dafür mehr zu bezahlen. 426 Euro haben Käufer in diesem Jahr im Durchschnitt für ein Smartphone ausgegeben. 2017 waren es 419 und vor zwei Jahren noch 386 Euro. »Der Preismix wird breiter. Einerseits richten sich viele kostengünstige Einsteiger- und Mittelklassegeräte an besonders preisbewusste Nutzer, andererseits sind viele Kunden bereit, für Flaggschiff-Modelle mit Randlos-Displays, besseren Kameras und höherer Leistung mehr Geld auszugeben«, sagte Haas. Ein Smartphone-Preis von 1.000 Euro sei kein no go mehr, sondern im Markt akezptiert. Apples aktuellstes Flaggschiff »iPhone X« hat im Jahresendgeschäft maßgeblich dafür gesorgt, dass diese Preisgrenze gefallen ist und auch andere Hersteller jetzt von noch höheren Verkaufspreisen träumen können.

Den Trend zu höherwertigen und teureren Smartphones bestätigen auch der Handel und die Distribution auf Nachfrage von CRN. »Ja, diese Entwicklung macht sich auch bei Eno bemerkbar«, berichtet Katrin Bulla, Leitung Marketing, Fachhandelsvertrieb und Netzvermarktung bei Eno. Vor allem mobile Devices mit starken Markennamen seien sehr gefragt. Weil die Endkunden die Geräte länger nutzen würden, seien viele bereit, höherwertige Geräte zu kaufen.

Auch bei TK-Distributor Herweck zeigt sich dieser Trend, wobei laut Dominik Walter, Leiter Einkauf und Produktmanagement, auch der Absatz im Einstiegssegment zulegen würde, in dem das Markenbewusstsein nur sehr schwach ausgeprägt sei.