Stichtag 31. Dezember 2019: Aus für Blackberry OS

Blackberry will den Nutzern alter Smartphones mit seinem eigenen Betriebssystem noch zwei Jahre Zeit geben, bevor der Support und der zugehörige App Store endgültig eingestellt werden.

Die Besitzer der neuen Android-basierten Blackberrys von TCL sind fein raus
(Foto: TCL)

Nachdem Monaten der Spekulationen hat Blackberry jetzt auch offiziell Details für seine Pläne zur Beerdigung des eigenen Betriebssystems Blackberry OS (BBOS) im Zuge des Ausstiegs aus dem Hardware-Geschäft bekannt gegeben. Demnach soll der Support dafür zum 31. Dezember 2019 eingestellt werden, das Gleiche gilt auch für den zugehörigen App Store. Damit gibt das Unternehmen den Nutzern der betroffenen Smartphones ausreichend Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Bedeutend schneller kommt laut Blackberry das Ende für die Webseite Blackberry Travel und den Videotelefoniedienst Playbook, die schon im kommenden Frühjahr eingestellt werden sollen.

Einige der betroffenen Kunden mit neueren Geräten sollen laut Blackberry attraktive Angebote für einen Wechsel auf Geräte des Herstellers TCL bekommen, der sich die Markenrechte für Smartphones unter dem Brand Blackberry gesichert hat. Die TCL-Modelle wie das Blackberry Motion und das Keyone nutzen als Betriebssystem Googles Android und den Play Store und sind daher vom Aus für Blackberry OS nicht betroffen. Anders sieht es beim ebenfalls auf einer angepassten Android-Version basierenden Blackberry Priv aus, das laut einem Blogbeitrag von Senior Vice President Alex Thurber ab sofort höchstens noch Patches für kritische Lücken bekommen soll.