Kaum Probleme: Unternehmen mit All-IP-Umstellung zufrieden

Fast alle bereits auf All-IP umgestellten Unternehmen sind mit dem Verlauf der Migration zufrieden. Die Mehrheit der Firmen betreibt auch am neuen Anschluss ihre bestehende TK-Anlage weiter, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage.

Die meisten Unternehmen sind mit der All-IP-Umstellung zufrieden.
(Foto: Lancom Systems)

Über 90 Prozent der auf All-IP umgestellten Unternehmen sind insgesamt mit der Migration zufrieden. Die meisten Firmen haben bei der Umstellung auf Investitionsschutz gesetzt und betreiben ihre bestehende TK-Anlage auch am neuen Anschluss weiter. Das zeigen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Umfrage zur All-IP-Migration unter knapp 500 Unternehmensvertretern, die Lancom Systems durchgeführt hat. Lediglich neun Prozent der Befragten gab an, dass sie bei der Migration mit deutlichen Problemen zu kämpfen hatten.

63 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits auf All-IP umgestellt. Nur wenige Firmen (vier Prozent) haben den Wechsel zum Anlass genommen, auf Cloudtelefonie umzusteigen. Weit mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Unternehmen nutzt auch am IP-Anschluss ihre bestehende ISDN-TK-Anlage weiter und hat einen speziellen All-IP-Router (78 Prozent) als ISDN-All-IP-Gateway dazwischengeschaltet oder den vorhandenen Router entsprechend aufgerüstet (22 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Umfrageteilnehmern, denen die Migration noch bevorsteht. Die Hälfte will die bereits vorhandene Telefonanlage weiter nutzen.

48 Prozent der Unternehmen hat die Netzumstellung als völlig reibungslos erlebt und 43 sind trotz kleinerer Probleme zufrieden. Allerdings hatten 24 Prozent der Firmen mit Fax-Komplikationen zu kämpfen. Temporäre Verbindungsausfälle bei der Umstellung traten bei 36 Prozent der Unternehmen auf. Bei 35 Prozent dieser Firmen dauerten die Ausfälle nur ein paar Minuten, 34 Prozent beklagten Ausfälle von mehreren Stunden.

Kaum Sicherheitsbedenken

Nur jeder Vierte, dem die Umstellung noch bevorsteht, hat Sorge, dass die Sicherheit leidet. Am ehesten sorgen sich kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern (29 Prozent). Auch in Bezug auf die anstehenden Kosten zeigen sich die noch nicht migrierten Firmen optimistisch. Nicht mal jeder Fünfte (rund 19 Prozent) befürchtet hohe Umstellungskosten. Bei den bereits umgestellten Unternehmen überwiegt der Optimismus: 73 Prozent sehen konkrete Vorteile, neben der hohen Flexibilität (47 Prozent) wird hier die moderne TK-Infrastruktur (47 Prozent) angeführt.

Nur wenige Unternehmen (18 Prozent) haben die Umstellung für einen Wechsel genutzt, 82 Prozent sind ihrem Anbieter treu geblieben. Wer wechselte, tat das vor allem wegen eines kostengünstigeren Angebots (59 Prozent), gefolgt von technischen Problemen (26 Prozent) und Unzufriedenheit mit dem Service (24 Prozent). Lancom-Geschäftsführer Ralf Koenzen fühlt sich von den Ergebnissen der Umfrage bestätigt: »Rund um die All-IP-Migration kursieren viele Schreckensszenarien. Zu Unrecht, denn die Umstellung lässt sich auch mit kleinen Mitteln gut bewerkstelligen.« Es gebe Es gibt einfache und günstige Möglichkeiten für eine Umrüstung von ISDN auf IP-basierte Netze. Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse steht online zur Verfügung.