Sichtbarkeit am POS zurückgewinnen: Lenovo reanimiert Motorola-Brand

Mit einer Rückbesinnung auf den Motorola-Brand und den Fachhandelskanal will Lenovo seine Position im Smartphonemarkt stärken und weltweit unter die Top drei Hersteller vorrücken. DACH-Chef Lars-Christian Weisswange will die Marke vor allem am POS wieder sichtbar machen.

(Foto: Lenovo)

Lenovo will im Smartphonemarkt verlorenes Terrain zurückerobern. Der weltweit größte PC-Hersteller soll nach dem Willen seines CEOs Yang Yuanqing auch bei Smartphones in die Top drei weltweit aufrücken und künftig in einer Liga mit Apple und Samsung spielen. Dafür krempelt das Unternehmen seine Vertriebs- und Marketingstrategie erneut um. Im Smartphonegeschäft will Lenovo jetzt doch wieder auf die vor zwei Jahren von Google gekaufte Marke Motorola setzen. Nach dem Kauf hatte der Hersteller zunächst eine Zwei-Marken-Strategie verfolgt und war in unterschiedlichen Märkten nur mit Lenovo-Smartphones und in anderen nur mit Motorola-gebrandeten Geräten angetreten.Im vergangenen Jahr gab es dann einen radikalen Schnitt: Lenovo wollte nur noch Lenovo-Smartphones verkaufen. Von Motorola sollte nur noch der Subbrand »Moto« übrigbleiben.

Jetzt die erneute Kehrtwende: Wie Lars-Christian Weisswange, seit einem Jahr als neuer General Manager DACH der Mobile Business Group bei Lenovo an Bord, im Gespräch mit CRN berichtet, will der Hersteller ab jetzt doch wieder Motorola-gebrandete Smartphones verkaufen. »Wir werden Motorola als Teil des Erbes wieder stärker nutzen, auch um vom Wiedererkennungswert der Marke zu profitieren«, so Weisswange. Bestehende Produktlinien würden natürlich noch weitergeführt, »aber künftig treten wir weltweit nur noch als Motorola mit Produktbezeichnungen wie Moto G und Moto Z an.«

Im Vertrieb betreibt Weisswange eine Rückbesinnung auf den Fachhandelskanal, um die Sichtbarkeit am PoS wieder zu stärken. Motorola hatte eine sehr große Händlerabdeckung in Deutschland. Die war nach dem Verkauf an Google und der Konzentration auf die Onlinevermarktung stark ausgedünnt worden. Weisswange legt deshalb Wert auf die klare Aussage, »dass wir auch im stationären Handel wieder stärker präsent sein wollen«.

Übersicht