Drohnenmarkt wächst stark: Chancen werden noch unterschätzt

Drohnen sind gefragt. Alleine in Deutschland wird ihre Anzahl auf 400.000 geschätzt. Und ihre Zahl nimmt ständig zu. Gleichermaßen nehmen auch (Beinahe)-Unfälle und Probleme im Luftraum zu. Und nicht nur Behörden setzen sich mit möglichen Richtlinien auseinander, sondern auch die deutsche Bevölkerung.

400.000 Drohnen gibt es laut Experten der deutschen Flugsicherung (DFS) in Deutschland. Und die Zahl der Drohnen wächst weiter rasant an. Aus einer Studie der Allianz-Industrieversicherungsgruppe AGCS geht beispielsweise hervor, dass es weltweit bereits 1,6 Millionen Hobbydrohnen gibt sowie 600.000 kommerzielle Geräte. Das sind etwa dreimal mehr als bemannte Flugzeuge. Bis 2020 werden 4,3 Millionen Hobbyflieger und 2,7 Millionen kommerzielle Drohnen-Nutzer prognostiziert.

Beinahe-Unfälle haben sich bereits in China, Dubai, Großbritannien sowie in Deutschland ereignet, deshalb sind die Gefahren, die im Luftraum durch die Drohnen entstehen, nicht zu unterschätzen. Rund 40 Vorfälle wurde dem DFS im laufenden Jahr bereits gemeldet. Das sind mehr als doppelt so viele als noch im vergangenen Jahr, indem es lediglich 14 Vorfälle gab. Vor allem Zusammenstöße und Kontrollverluste in der Luft, sei es durch Systemfehler oder Frequenzstörungen, sind laut der Studie die zentralen Bedrohungen. Zunehmende Gefahr bestehe zudem durch mögliche terroristische Anschläge, zum Beispiel auf Großveranstaltungen oder Atomkraftwerke. Auch ist es Hackern möglich, schon während des Fluges Kontrolle über den technischen Vogel zu erhalten. Käme es zu einem wirklichen Zusammenstoß oder Fehlerflug, würden Schäden in Millionenhöhe entstehen.

Um dem vorzubeugen, zeigt die Studie einige Möglichkeiten auf, wie die Situation verbessert werden könnte: Dazu gehören unter anderem eine Ausbildung zum Drohnen-Piloten, eine Ausbildung zur Wartung des Gerätes sowie eine Registrierung zur Identifikation des Gerätes als auch dessen Bediener. BDL und DFS fordern aber nicht nur einen Führerschein, sondern auch einen Transponder für die Drohnen. Damit könnten der Flugüberwachung übermittelt werden, wie sich die Drohnen bewegen, indem sie Ort, Geschwindigkeit und Gewicht weiterleiten.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Mohing@Trilateration , 12:49 Uhr

Intressant wäre mal zu erfahren was die Hersteller zu Ihrer eigens verursachten Problematik sagen. Er wäre doch ein leichtes für Drohnen einen standardisierten Crash-Test vor zu schreiben und nach objektiven Kriterien entsprechend einzustufen. Schon vor Jahren habe ich an zuständigen Stellen auf diese Chancen aufmerksam gemacht. Vor daher bleibt es nur ein Problem der Zeit bis die erste Spielzeug-Drohne als Massenvernichtungswaffe angesehen wird, weil sie alle anderen Zwecke längst bewiesen hat.