Der gefährliche Umgang mit Gesundheitsdaten: Fitness-Tracking contra Datenschutz

Der Handel mit Fitness-Daten entwickelt sich zu einem Milliarden-Markt. Datenschutzregelungen müssen in Europa vereinheitlicht werden, um Missbrauch zu verhindern.

(Foto: Monkey Business - Fotolia)

»Daten sind der Rohstoff der Zukunft. Man darf sie nicht als Gefahr sehen, sondern als Teil der realen Welt wie Kohle und Stahl.« Mit diesem Satz auf einem Digital-Kongress der CDU machte Regierungschefin Angela Merkel deutlich, welchen Stellenwert persönliche Informationen schon jetzt und in Zukunft für die postindustriellen Volkswirtschaften haben. Daten sind Geld wert, vermeintliche Gratis-Angebote im Netz bezahlt der Verbraucher mit seinen persönlichen Informationen.

Eine neue Qualität gewinnt das Sammeln persönlicher Daten mit Fitness-Trackern. Neben Schlaf- und Bewegungsumfang zeichnen diese auch Blutdruck und Puls auf. Was für den Verbraucher eine praktische Möglichkeit darstellt, grob über seinen Gesundheitszustand informiert zu sein, bedeutet für die Industrie Milliardenverdienste. Laut PricewaterhouseCoopers (PwC) sollen Mobilfunkbetreiber, Geräteanbieter, Content-Lieferanten und Gesundheitsdienstleister bis 2017 mehr als 23 Milliarden Dollar verdienen können. Nicht umsonst packt Apple seinen iPhones eine Tracking-App bei, die sich nicht deinstallieren lässt. »Health« zählt jeden Schritt des Nutzers, und jeder Schritt bedeutet Bares für den Konzern.

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