Zerstörerischer Wasserschaden: Wenn wasserdichte Smartphones Leck schlagen

Trügerische Unterwasserspots: Auch vermeintlich wasserdichte Smartphones wie das Sony Xperia, halten offenbar nicht dicht. Darauf weist nun das Datenrettungsunternehmen CBL Datenrettung hin.

Smartphones und Wasser sind in der Regel keine gute Kombination.
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Vermehrt auftretende Datenverluste nach Wasserschäden an vermeintlich wasserdichten Smartphones wie den Sony Xperia lassen Datenrettungsunternehmen aufschrecken. Bei rund 35 Prozent aller Datenrettungsanfragen zu Mobiltelefonen sind eingedrungene Flüssigkeiten die Datenverlustursache, so die Experten von CBL Datenrettung. »Immer wieder erhalten wir auch die Sony Xperia zur Datenrettung nach Wasserschaden. Allerdings sprechen die Spezifikationen von Sony mittlerweile tatsächlich eine ganz andere Sprache als die Werbespots von Unterwasserfotos im Swimmingpool. Sony warnt vor der Nutzung unter Wasser – dem können wir uns nach unseren Erfahrungen nur anschließen«, sagt Conrad Heinicke Projektmanager bei CBL Datenrettung. So zerstört eindringende Flüssigkeit und die damit verbundenen Kurzschlüsse und Überspannungen das Mainboard des Smartphone häufig vollständig. Die Daten liegen noch im internen Speicher des Telefons und lassen sich in etwa 90 Prozent der Fälle noch auslesen. Hier sollten allerdings Profis aktiv werden, so die Datenretter.

»Im Falle, dass Ihr Telefon einen Feuchtigkeitsschaden erlitten hat, sollten Sie Folgendes beachten: Das Telefon nicht mehr mit dem Netzteil verbinden, den Akku wenn möglich entnehmen. Dies schützt das Telefon und – besonders wichtig, den internen Speicher – vor weiteren Kurzschlüssen«, so Heinicke. Das Smartphone sollte am besten luftdicht verpackt und an ein Datenrettungsunternehmen geschickt werden. Heinicke weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Handy-Reparaturdienste keine Rücksicht auf Daten nehmen. Sind also wertvolle Daten auf einem beschädigten Handy, muss es zuerst zur Datenrettung, nicht zur Reparatur.