Ericsson-Studie: Mobile Datennutzung steigt noch schneller

Der mobile Datenverkehr wird zwischen 2019 und 2020 größer sein als sämtlicher Datenverkehr, der seit Bestehen mobiler Netze bis 2013 aufgelaufen ist, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Der mobile Datenverkehr steigt weltweit rapide an (Foto: © vege - Fotolia.com).

Der weltweite Absatz von Smartphones und Mobilfunkverträgen wird sich bis zum Jahre 2020 verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Ericsson Mobility Report. Asien und Afrika sind dabei die treibenden Märkte, in denen die größten Zuwächse zu erwarten sind. Im Jahre 2020 werden dann nach Angaben von Ericsson 70 Prozent der Weltbevölkerung über ein Smartphone verfügen. Mobile Internetzugänge werden damit zu einem Faktor, der maßgeblich für den gesamten Datenverkehr mitbestimmend ist.

Der mobile Datenverkehr war im ersten Quartal dieses Jahres 55 Prozent höher im ersten Quartal 2014. Bis zum Jahr 2020 werden nach Prognosen von Ericsson rund 80 Prozent der mobilen Daten über Smartphones ausgetauscht. Die mobile Nutzung variiert im Volumen dabei deutlich zwischen den einzelnen Nutzersegmenten. In reifen Märkten wie in Europa beanspruchen rund zehn Prozent der Nutzer 50 Prozent des Datenvolumens. Videos sind dabei eine besonders kritische Anwendung.

Rund 60 Prozent des mobilen Datenaufkommens bis 20120 wird durch Videostreaming und - downloads genutzt. Damit stellen Multimedia-Applikationen die bei weitem datenintensivsten Anwendungen dar. Das Wachstum im Datenverkehr zwischen 2019 und 2020 wird größer sein als die Summe des gesamten mobilen Datenverkehr, der seit Bestehen mobiler Netze bis 2013 aufgelaufen ist. Bis zum Jahr 2020 wird der monatliche Smartphone-Datenverbrauch pro aktiven Vertrag in Nordamerika (14 GB) das 1,5-fache von Westeuropa ( 9,5 GB) sein und 3,5 -fache von Asien (4 GB). Bis 2020 wird sich das Verhältnis nach Prognose von Ericsson jedoch umkehren und die Region Asien-Pazifik wird den größten Anteil (44 GB) erlangen.