Umstellung auf All-IP: Zentralisierte Probleme im Netz der Zukunft

Die Deutsche Telekom schreitet mit großen Schritten in Richtung All-IP. Je größer die Zahl der Nutzer wird, umso ­offensichtlicher zeigen sich jedoch auch die vorhandenen ­Schwachstellen des zentralisierten Netzes.

(Foto: Gina Sanders - Fotolia)

6,9 Millionen – so viele Anschlüsse hat die Deutsche Telekom laut aktuellen Zahlen zum ersten Quartal des Jahres schon von ISDN auf IP umgestellt. Das entspricht einer Verdopplung zum Vorjahr. Im Schnitt sollen es 60.000 Kunden pro Woche sein, die der Bonner Netzbetreiber in das »Netz der Zukunft« bringt.

Ein Zurück gibt es also nicht mehr. Die Frist bis 2018 steht und nur wenige lokale Netzbetreiber wie beispielsweise M-net haben auch über diesen Zeitpunkt hinaus ISDN-Dienste im Portfolio. An sich ist der Umstieg ja eine gute Sache, immerhin bietet All-IP dem Channel die Möglichkeit, den Kunden aktiv beim Umstieg zu unterstützen und infolge weiterführende Lösungen beispielsweise aus dem UCC-Bereich anzubieten.
Klingt an sich gut, ist aber leider etwas verzwickter. Denn es kommt nach wie vor zu massiven Kundenbeschwerden bezüglich Sprachqualität und Zuverlässigkeit der Netze. Erst kürzlich gab es einen Telefonie-Ausfall bei bis zu 200.000 Anschlüssen. Zum Verhängnis wurde der Telekom in diesem Fall wohl einer der vermeintlichen Vorteile der IP-Technologie.

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