AT&T verliert 280.000 Kundendaten: 25 Millionen Strafe für Datenverlust

Der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T muss 25 Millionen US-Dollar Strafe bezahlen, weil Mitarbeiter die Daten von rund 280.000 Kundenkonten gestohlen und verkauft haben.

(Foto: Dan Race - fotolia)

Der Verlust von rund 280.000 Kundendaten kostet den amerikanischen Telekommunikationsriesen AT&T 25 Millionen US-Dollar. Auf dieses Strafmaß haben sich die US-Telekommunikationsaufsichtsbehörde FCC und AT&T jetzt in einem Vergleich geeinigt. In einer Pressemitteilung wertete FCC-Chef Tom Wheeler diese Strafe als Beweis für die Effizienz der Kontrollen durch seine Behörde, die zuvor mehr als ein Jahr lang in dem Fall ermittelt hatte. Wer es versäume die Daten seiner Kunden ausreichend zu schützen, dürfe nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, so Wheeler weiter. Dabei ist AT&T gar nicht unmittelbar für den Datenverlust verantwortlich. Fast 50 Mitarbeiter des Unternehmens in südamerikanischen Callcentern hatten sich seit Herbst 2013 mehrfach unberechtigt Zugang zu Kundendaten verschafft, diese kopiert und sie anschließend auf Onlineschwarzmärkten verkauft. Laut FCC wurden dabei entwendete Daten wie die Sozialversicherungsnummern und Mobilfunkvertrags- und Logindaten der AT&T-Kunden von den Käufern teilweise für illegale Zwecke wie das entsperren gestohlener Smartphones genutzt.