Kunden im Visier von Kriminellen: Vermeintliche 1&1-Rechnungen als Virenschleudern

Vor einer Welle gefälschter Rechnungen warnt jetzt 1&1. Die Mails werden von Kriminellen in Umlauf gebracht und enthalten Computerviren.

Gefälschte Rechnungs-Mail entpuppt sich als fiese Virenschleuder (Foto: 1&1 Internet).

Unbekannte verschicken im Namen von 1&1 seit kurzem gefälschte Rechnungen, um darüber Viren zu verbreiten. Davor warnt jetzt das Unternehmen. Die Mails verwenden als Absender »1&1 De-Mail GmbH«, »1&1 De-Mail-Kundenservice«, »Rechnungsstelle« oder »1&1 Rechnungsstelle«. Die Sicherheitsexperten des Unternehmens gehen davon aus, dass bereits mehrere Millionen entsprechender Nachrichten versendet worden sind.

Internetnutzer, die eine solche E-Mail erhalten, sollten sie löschen und keinesfalls auf in der Mail enthaltene Links oder angehängte Dateien klicken. Nicht nur 1&1 wird von den Betrügern als vermeintlicher Absender missbraucht. Auch gefälschte Mails mit dem Absender Deutschen Telekom, Vodafone und Fiducia sind derzeit im Umlauf.

Die gefälschten Rechnungen lassen sich an einigen Hinweisen erkennen. So sollten Empfänger zunächst einmal checken, ob überhaupt ein Vertrag mit dem vermeintlichen Absender besteht. Falls ja, ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Anrede in der Mail und enthaltene persönliche Daten wie beispielsweise die Adresse oder die Kundennummer korrekt sind. Ein Hinweis auf eine gefährliche Fälschung ist zudem, wenn Hyperlinks zur nicht Absenderadresse passen. Häufig enthalten virenverseuchte Fälschungen von Rechnungen auch Rechtschreibfehler oder falsche Schreibweisen, wie zum Beispiel »1 und 1« statt »1&1«.

Wer eine solche Rechnung erhalten hat den verseuchten Dateianhang bereits geöffnet oder auf einen Hyperlink geklickt hat, der auf Schadsoftware verweist, sollte unbedingt einen Virenscan auf dem PC und allen anderen Endgeräten durchführen, rät 1&1. Zu diesem Zweck empfiehlt das Unternehmen die kostenlose Software EU-Cleaner der Initiative botfrei des eco Verbandes.