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Gigabit für Schulen

Abgeschlagen auf dem Land

03. Juli 2020, 10:09 Uhr   |  dpa | Kommentar(e)

Abgeschlagen auf dem Land
© Kontrastwerkstatt/AdobeStock

Nur 275 von 5.000 Schulen im Südwesten Deutschlands sind ans schnelle Internet angeschlossen. Die Flächenländer hinken den Stattstaaten weit hinterher.

Bei der Ausstattung der Schulen mit sehr schnellen Gigabitverbindungen ins Internet belegt der Südwesten den vorletzten Platz unter den Ländern. Nur 275 Schulen sind mit der schnellsten Leitung ins Netz versorgt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervorgeht. Das entspricht einem Anteil von 5,2 Prozent. Im Südwesten gibt es rund 5.000 Schulen. Sachsen-Anhalt belegt den letzten Platz.


Ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums in Stuttgart betonte, der Glasfaserausbau erfolge im Land mit großer Dynamik. Das Angebot, auch die Schulen gigabitfähig anzuschließen, werde inzwischen sehr stark genutzt. Bei der Mehrheit der Projekte seien deshalb auch Schulanschlüsse ein Teil des Glasfaserausbaus.


Dass der Südwesten mit den Stadtstaaten Hamburg (85,1 Prozent) und Bremen (78,9 Prozent) nicht mithalten kann, lässt sich dem Bericht zufolge damit erklären, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur in Flächenländern schwieriger ist als in Großstädten mit hoher Einwohnerdichte auf kleiner Fläche.


Aber auch im Vergleich mit anderen Flächenländern steht der Südwesten schlecht da. So hat etwa Bayern der Antwort der Bundesregierung zufolge Ende 2019 mehr als 2.500 Schulen (41,5 Prozent) mit einer Internetgeschwindigkeit ausgestattet, die das Herunterladen eines Datenvolumens von mehr als tausend Mbit pro Sekunde erlaubt.

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