netgo liefert "Antworten auf Souveränität, Sicherheit und KI"
Mit einem klaren Fokus auf das Betriebsmodell und konkrete Mehrwerte hat es die netgo group in den letzten Monaten erfolgreich geschafft, die Investitionsbereitschaft der Kunden für sinnvolle IT-Maßnahmen zu steigern. Worauf es dabei ankommt und in welchen Bereichen er in den nächsten Monaten die größten Wachstumschancen sieht, erklärt netgo-CEO Dr. Sven Fürth im Interview.
Eure Bewerbung für die CRN Channel Awards hat die erste Stufe genommen: Euer Unternehmen steht in der Finalrunde. Nun entscheidet die Jury. Was würde der Gewinn dieser Auszeichnung für Euer Unternehmen bedeuten?
Der Gewinn wäre für uns vor allem eine Anerkennung für die Menschen, die diese Entwicklung möglich gemacht haben: unsere Teams in Cloud, Plattform, Software und Corporate Governance & Integration - und unseren Partner DUTZ in Borken. Bei Dutz bereiten Mitarbeitende mit und ohne Einschränkung gemeinsam die Kundenhardware auf. Ein Award würde sichtbar machen, dass diese Arbeit im Channel wahrgenommen wird. Für netgo wäre er zugleich die Bestätigung, dass wir 2025 strategisch und operativ die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
Mit welchen Leistungen wollt Ihr die Jury überzeugen?
Wir wollen die Jury mit zwei Projekten überzeugen, die unterschiedliche Probleme lösen. Zum einen haben wir die netgo cloud von einem Single-Vendor-Ansatz zu einem Multi-Cloud-Plattformmodell weiterentwickelt - auf Basis einer eigenen OpenStack-Plattform. Darauf setzt die netgo Application Platform auf, die Kunden in der Cloud oder zusammen mit HPE im eigenen Rechenzentrum betreiben können. Das ist die Grundlage für Unternehmen künftig auch Agentic AI verlässlich zu betreiben. Zum anderen bereiten wir ausgemusterte Hardware gemeinsam mit der DUTZ Recycling GmbH auf, einem Inklusionsbetrieb, der Schüler:innen der Förderschule in Borken eine erste Chance auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht. Beide Projekte folgen derselben Idee: IT so aufzustellen, dass sie leistungsfähig, souverän und sozial verantwortlich sein kann.
2025 war für viele IT-Unternehmen kein leichtes Jahr. Vor welchen Herausforderungen stand Euer Team? Und wie seid Ihr diesen begegnet?
2025 war geprägt von größerer Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen. Unsere Kunden haben genauer geprüft, welchen konkreten Mehrwert ein Projekt bringt, und gleichzeitig Antworten auf Souveränität, Sicherheit und KI erwartet. Wir haben darauf reagiert, indem wir noch stärker vom Betriebsmodell gedacht haben, statt zuerst über Produkte zu sprechen. Beim Refurbishment lag die Hürde eher in der Umsetzung. BSI-konforme Datenlöschung und ISO-Standards mussten mit der besonderen Betreuung in einem Inklusionsbetrieb zusammenpassen. Daher haben wir die Abläufe modularisiert und so aufgesetzt, dass Qualität, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen.
Worauf führt Ihr Euren Erfolg zurück?
Unser Erfolg beruht vor allem auf unsere Mitarbeitenden und darauf, dass Wissen bei uns geteilt wird. Wir investieren bewusst in regelmäßige Schulungen, Produkt-Updates und Austauschformate, damit Beratung, Architektur und Umsetzung überall auf demselben Stand sind. Ein weiterer Punkt ist unsere Haltung gegenüber den Kunden: Wir starten nicht mit der Lösung, sondern mit der Frage, welches Problem wirklich zu lösen ist. Genau daraus ist bei uns auch die netgo cloud entstanden.
In welchen Themenbereichen seht Ihr in den kommenden 12 Monaten Chancen für mehr Wachstum?
Wachstum sehen wir vor allen in drei Bereichen: Souveräne Cloud, wertschöpfende KI, und nachhaltige IT-Prozesse. Unternehmen mit hohen regulatorischen Anforderungen suchen nach souveränen Cloud Alternativen. Bei KI wollen viele Unternehmen vom Pilotprojekt in den Betrieb. Dafür brauchen sie nicht nur Agenten, sondern die richtige Architektur dahinter. Und bei der Frage nach Nachhaltigkeit wird auch die Frage wichtiger, was mit der alten Hardware passiert. Mit DUTZ können wir darauf eine Antwort geben, die über einen Entsorgungsnachweis hinausgeht.
Wie stellt sich Euer Unternehmen auf, um das Wachstumspotenzial auszuschöpfen?
Wir bauen unser Plattformmodell weiter aus und verzahnen Infrastruktur, Plattform und Anwendungen enger. Bei KI setzen wir bewusst auf „Human in the Loop“: Agenten können Arbeit abnehmen und Prozesse beschleunigen, aber Entscheidungen und Verantwortung bleiben beim Menschen. Gleichzeitig nutzen wir den Austausch mit der internationalen MSP-Branche als Maßstab für unsere Services. Und mit der Zusammenarbeit mit DUTZ und der Förderschule Borken bauen wir den sozialen und nachhaltigen Teil unseres Modells weiter aus.
Kurzvita von Dr. Sven Fürth:
Dr. Sven Fürth ist Group CEO der netgo group. Er verantwortet die strategische Weiterentwicklung des IT-Dienstleisters mit den Schwerpunkten Wachstum, Integration und Skalierung. Vor seinem Wechsel an die Unternehmensspitze war er CFO der Gruppe und übernahm die Geschäftsführung zunächst interimistisch. Er verbindet Finanzexpertise mit der operativen Steuerung im IT-Service-Geschäft.
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