Digitale Souveränität beginnt in der Fertigung – Advertorial

Kaum ein Begriff hat die IT-Branche in den vergangenen Monaten so beschäftigt wie die digitale Souveränität. Politik und Wirtschaft haben erkannt, wie verletzlich eine Volkswirtschaft ist, deren Schlüsseltechnologien weitgehend außerhalb Europas entstehen. Während sich die Debatte häufig auf Cloud-Plattformen und Software konzentriert, beginnt Souveränität an einer deutlich grundlegenderen Stelle: in der Fertigung von Hardware.

Christian Herzog ist Geschäftsführer der Extra Computer GmbH (Foto: Extra Computer)

Als Unternehmensgruppe aus Thomas-Krenn.AG und Extra Computer GmbH, die Server, Storage sowie Client- und Industrie-IT vollständig in Deutschland fertigt, erleben wir diesen Wandel unmittelbar. Was lange als Sonderweg galt, entwickelt sich zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. Wer seine Systeme im eigenen Haus assembliert, übernimmt Verantwortung für Qualität, Lieferfähigkeit und Nachvollziehbarkeit. Eigenschaften, die angesichts geopolitischer Unsicherheiten und fragiler Lieferketten erheblich an Bedeutung gewinnen.

Digitale Souveränität ist dabei keine Frage des Marketings, sondern der tatsächlichen Wertschöpfung. Ein Gerät wird nicht dadurch europäisch, dass es hier ausgepackt oder etikettiert wird. Entscheidend ist, wo entwickelt, gefertigt und montiert wird – und woher die wesentlichen Komponenten stammen. Denn Firmware, Update-Mechanismen und Fernwartungszugänge entziehen sich jeder noch so souveränen Software-Entscheidung, wenn die Hardware darunter außereuropäischer Kontrolle unterliegt. Mit unserer exone Business EUROPA-Serie zeigen wir deutlich, dass sich dieser Anspruch heute realistisch umsetzen lässt: von Mainboards aus Bayern über Komponenten europäischer Hersteller bis zur Assemblierung in Deutschland. Das schafft kurze Lieferwege, reduziert Risiken und sorgt für langlebige, reparierbare Systeme.

Orientierung für Kunden und Partner

Digitale Souveränität ist jedoch keine Aufgabe einzelner Hersteller. Deshalb haben wir gemeinsam mit weiteren IT-Unternehmen und IT-Dienstleistern den Verein zur Förderung von IT aus Europa gegründet. Ziel ist ein Gütesiegel „IT aus Europa", das Produkte mit hohem europäischem Wertschöpfungsanteil, DSGVO-Konformität und nachhaltiger Fertigung kennzeichnet – und damit Herkunft und Fertigungstiefe prüfbar macht statt nur den Firmensitz. Ergänzend entstehen eine Produktdatenbank, die echte europäische Hersteller von reinen Vertriebsmarken unterscheidet, sowie Schulungsangebote für Unternehmen und Verwaltung. Denn wer IT für öffentliche Auftraggeber, das Gesundheitswesen, kritische Infrastrukturen oder Handel und Industrie beschafft, benötigt genau solche nachvollziehbaren Kriterien, um souveräne Lösungen bewerten und ausschreiben zu können. Ein Jahr nach Gründung zählt der Verein bereits 14 Mitglieder; noch 2026 soll das Siegel starten.

Der Channel verkauft Vertrauen

Für den Fachhandel eröffnet diese Entwicklung neue Chancen. Digitale Souveränität entwickelt sich vom abstrakten politischen Leitbild zu einem relevanten Kaufkriterium. NIS2, DSGVO, steigende Sicherheitsanforderungen und das wachsende Bewusstsein für technologische Abhängigkeiten führen dazu, dass Kunden immer häufiger nach Herkunft, Transparenz und Sicherheit ihrer Hardware fragen. Partner, die diese Fragen fundiert beantworten, verkaufen nicht nur Hardware – sie verkaufen Vertrauen und Beratungskompetenz. Deshalb unterstützen wir unsere Vertriebspartner mit technischem Know-how, Schulungen und verlässlicher Lieferfähigkeit – jüngstes Beispiel ist der neue 24/7-Enterprise-Support der Thomas-Krenn.AG für die europäische Open-Source-Virtualisierungsplattform Proxmox VE mit vertraglich garantierten Reaktionszeiten.

Langfristig wirtschaftlich

Natürlich ersetzt ein europäischer Ursprung weder Leistung noch Service – auch souveräne IT muss wirtschaftlich überzeugen. Doch wer nicht nur den Anschaffungspreis betrachtet, sondern den gesamten Lebenszyklus und die Ausfallsicherheit miteinbezieht, kommt häufig zu einem anderen Ergebnis. Die aktuelle Lage am Komponentenmarkt verstärkt diesen Effekt: Steigende Speicherpreise und die beginnende Marktkonsolidierung verschieben den Fokus vieler Kunden vom günstigsten Angebot hin zu Versorgungssicherheit und Planbarkeit. Hersteller mit stabiler europäischer Wertschöpfung können hier ihre Stärken ausspielen. Deshalb haben wir rund 40 Millionen Euro in unseren Hightech-Campus am Thomas-Krenn-Standort Freyung investiert.

Fazit: Digitale Souveränität ist mehr als ein Trend

Für uns ist digitale Souveränität deshalb kein kurzfristiger Trend, sondern die konsequente Fortsetzung dessen, wofür wir als Unternehmensgruppe seit Jahrzehnten stehen. Sie entsteht durch konkrete Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Channel spielt dabei eine Schlüsselrolle – als Berater, Integrator und Partner seiner Kunden. Denn digitale Souveränität endet nicht bei der Software. Sie umfasst die gesamte IT bis hin zur Hardware.

Über den Autor:

Christian Herzog führt seit Ende 2022 als Geschäftsführer die Extra Computer GmbH in Giengen an der Brenz, die seit 1989 IT-Systeme in Deutschland fertigt. Der Diplom-Elektroingenieur sammelte rund zwei Jahrzehnte Führungserfahrung in der internationalen IT-Branche, bei Siemens und knapp ein Jahrzehnt bei Computacenter. Heute engagiert er sich als Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung von IT aus Europa (ITE) für digitale Souveränität und europäische Wertschöpfung im ITK-Channel.

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