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Zweifel am Nutzen

25. Mai 2020, 12:53 Uhr   |  Cindy Riechau, dpa | Kommentar(e)

Zweifel am Nutzen
© Adobe Stock / Stanisic Vladimir

Politiker warnen davor, sich zu stark auf eine App bei der Bekämpfung des Coronavirus zu verlassen. Diese alleine biete keinen ausreichenden Schutz.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zweifelt am Nutzen der geplanten Corona-Warn-App. »So wie die Corona-App jetzt auf den Weg gebracht worden ist, bringt sie keine ausreichende Sicherheit«, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Wichtig seien für die Leute heute 1,50 Meter Abstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.

Die Grünen-Netzpolitikerin Tabea Rößner sagte den Funke-Zeitungen, die App sei kein Allheilmittel. »Die App ist wichtig, aber wir bekämpfen nicht mit ihr allein die Pandemie.« Wichtig seien beispielsweise auch ausreichend Testkapazitäten.

Die Corona-Warn-App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen. Sie soll erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. In Deutschland wird die App von der Deutschen Telekom und dem Software-Konzern SAP entwickelt. Es dürften noch einige Wochen vergehen, bis sie einsatzbereit ist.

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