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KfW-Studie

Zahl der deutschen Startups wächst

21. Januar 2020, 07:45 Uhr   |  Daniel Dubsky

Zahl der deutschen Startups wächst
© Sergey Nivens

Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl der Startups in Deutschland auf 70.000. Nach wie vor sind Gründerinnen deutlich in der Minderheit.

Die Zahl der Startups in Deutschland wird stetig größer. Einer Untersuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zufolge gab es 2018 hierzulande 70.000 innovations- oder wachstumsgetriebene junge Unternehmen und damit etwa 10.000 mehr als noch im Vorjahr. Bei einer durchschnittlichen Teamgröße von 1,8 stehen hinter diesen Startups rund 129.000 aktive Gründerinnen und Gründer.

Allerdings ist die Szene weiterhin stark männerdominiert. Während der Gründerinnenanteil bei Existenzgründungen insgesamt bei immerhin 39 Prozent liegt, werden nur 19 Prozent der Startups von Frauen ins Leben gerufen. »Der Startup-Szene in Deutschland fehlen die Frauen«, konstatiert Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Die Anstrengungen, Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufswege zu gewinnen, müssten intensiviert und Hemmnisse abgebaut werden, sagt sie. »Zudem sollten ökonomische Kenntnisse und Kompetenzen bereits in der Schule vermittelt werden. Nicht zuletzt muss der Zugang von Gründerinnen zu Wagniskapital verbessert werden, was die gesamte Start-up-Community positiv beeinflussen würde. Denn mehr erfolgreiche Vorbilder würden weitere Frauen ermutigen.«

Als Startup stuft die KfW Unternehmen ein, die nicht älter als fünf Jahre sind und deren Gründerinnen und Gründer im Vollerwerb gewerbetreibend tätig sind und die eine Marktneuheit anbieten oder forschen und entwickeln, um eine technologische Innovation zur Marktreife zu bringen. In den vergangenen drei Jahren wiesen neun von 100 Existenzgründungen von Männern Startup-Merkmale auf und drei von 100 Existenzgründungen durch Frauen.

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