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Gastkommentar: XP ohne Ende

Windows XP: Sicher ohne Patches

29. August 2013, 15:55 Uhr   |  Lars Bube

Windows XP: Sicher ohne Patches

(Bild: Phoenix Contact)

Die Aufrüstung auf ein neueres Betriebssystem ist nicht die einzige Option, wenn der Support für Windows XP im April 2014 endet.

--- canonical[http://www.elektroniknet.de/embedded/software/artikel/100576/] ---Vernetzte Automatisierungskomponenten mit Windows-Betriebssystemen sind weit verbreitet und wie PCs in Büronetzen durch regelmäßig neu entdeckte Sicherheitslücken und Verwundbarkeiten gefährdet. Nach seinen Support-Lifecycle-Richtlinien sichert Microsoft für Business- und Entwicklerprodukte auf jeweils aktuellem Service Pack Level mindestens fünf Jahre Mainstream Support und weitere fünf Jahre Extended Support zu und stellt während dieser beiden Phasen auch Security Updates für diese Produkte zur Verfügung. Mit der Lebensdauer von industriellen Maschinen und Anlagen, die nicht selten fünfzehn, zwanzig und mehr Jahre in Betrieb bleiben, kann diese Support-Dauer dennoch nicht mithalten.

Nachdem zuletzt im Juli 2010 die Windows-2000-Systeme das Ende ihres Support Lifecycle erreicht hatten, wird nun im April 2014 auch der Extended Support für Windows XP – nach damit sogar mehr als 12 Jahren Lebensdauer – endgültig auslaufen. Sei es aufgrund von IT-Sicherheitsrichtlinien oder schlichter Vernunft und Sorgfalt: Wer nur nach Stand der Technik sichere Systeme an sein Produktionsnetz lassen darf oder will, den bringt dieses Ereignis in Zugzwang.

Was kann passieren?

Was soll nach 12 Jahren schon noch passieren? Allerhand! Nichts tun, Augen zu und einfach »weiter so« ist keine gute Alternative, wie die Statistik zeigt. 2012 gab Microsoft immer noch 39 für die Sicherheit von Windows XP SP3 relevante Security Updates heraus, davon 25 in ihrer Wichtigkeit mit der höchsten Einstufung »kritisch« und 14 weitere eine Stufe darunter als „hoch“ bewertete. Im aktuellen Jahr 2013 erschienen allein von Januar bis April 19 weitere Security Updates für das System, darunter 10 als „hoch“ und 9 als »kritisch« eingestufte. Die meisten der damit geschlossenen Sicherheitslücken erlauben Angreifern eine unbefugte Erhöhung von Berechtigungen oder die Ausführung von Remote Code auf ungeschützten Systemen.

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1. Windows XP: Sicher ohne Patches
2. Die einfachste Lösung: Teure Upgrades
3. Die Alternative: Kontrollierte Kommunikation
4. Genügend Vorlaufzeit einplanen

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