Schwerpunkte

Microsoft passt Namensschema an

»Windows 10 2004« kommt

05. Dezember 2019, 11:38 Uhr   |  Lars Bube

»Windows 10 2004« kommt
© Microsoft

Für das kommende Frühjahrs-Update von Windows 10 wird Microsoft ausnahmsweise von seiner aktuellen Versions-Nummerierung abweichen. Damit soll Verwirrung vermieden werden.

In der heutigen schnelllebigen Zeit kann die Namensgebung für Produkte für Hersteller und Kunden gleichermaßen zu einer echten Herausforderung werden. Konnten etwa Radio- und Fernsehgeräte von Braun dereinst noch mit griffigen Namen wie »Mozart« und »Edelsuper« oder zumindest mit eindeutigen Nummerierungen wie »FS 1« aufwarten, würde das mit den heutigen schnellen Produktzyklen und riesigen Produktpaletten schnell im totalen Chaos enden. Damit es das – zumindest nicht völlig – tut, lassen sich die Hersteller immer neue Namensschemata einfallen. Besonders beliebt ist dabei die pragmatische Herangehensweise aus der Softwareentwicklung, mit jeder neuen Vollversion einen kompletten Sprung auf die nächste ganze Zahl zu machen, während kleinere Updates je nach ihrer Bedeutung mit Punkten getrennt angehängt werden (z.B. iOS 13.2.793).

Doch auch hier lauern Tücken, wie jetzt gerade Microsoft feststellen musste. Nachdem man bei Windows einst mit der klassischen Nummerierung angefangen hatte, war man erst zu Jahreszahlen (»Windows 95«), dann zu Namen (»XP«, »Vista«) gewechselt und dann schließlich mit Windows 7 doch wieder zur Nummerierung zurückgekehrt. Mit Windows 10 wurde allerdings auch in diesem Bereich wieder eine völlig neue Zeitrechnung eingeführt. Um die stetige Weiterentwicklung abzubilden, erhalten die großen Funktionsupdates, die jeweils im März und September erscheinen, einen Namenszusatz, der sich aus dem Erscheinungsjahr und -Monat ableitet. Aktuell ist beispielsweise die Version 1909 (2019-09). So lässt sich weiterhin relativ einfach erkennen, ob die eingesetzte Version noch auf dem aktuellen Stand und innerhalb des Support-Zeitfensters ist.

Beim nächsten Frühjahrsupdate wird Microsoft hier jedoch eine Ausnahme machen, wie das Unternehmen jetzt angekündigt hat. Statt »2003« soll das Frühjahrs-Update für Windows 10 dann »2004« heißen. Damit hofft Microsoft Verwechslungen mit älteren Produkten aus dem Jahr 2003 wie dem Windows Server 2003 zu verhindern. Obwohl der Support für das Server-Betriebssystem bereits seit über vier Jahren ausgelaufen ist, nutzen es laut den Statistikern von HG Insights weltweit noch immer mehr als 60.000 Unternehmen.

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