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Wieder mehr Existenzgründungen

17. April 2020, 15:00 Uhr   |  Friederike Marx, dpa | Kommentar(e)

Wieder mehr Existenzgründungen
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605.000 Menschen haben sich 2019 in Deutschland selbstständig gemacht. Das ist das erste Mal seit fünf Jahren ein Zuwachs verglichen mit dem Vorjahr. Wie es 2020 aussehen wird, ist noch schwierig vorherzusagen.

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland ist 2019 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Förderbank wagten 605.000 Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Das waren 11 Prozent oder 58.000 Existenzgründungen mehr als 2018, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors hervorgeht.

»Für das Jahr 2020 wird sich zeigen, ob angesichts der großen Sorgen, die die Corona-Krise besonders für Selbstständige mit sich bringt, ein Plus bei Notgründungen oder ein Minus durch den Abbruch von Gründungsplänen überwiegen werden«, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Als Notgründer werden diejenigen bezeichnet, die sich mangels besserer Erwerbsalternativen selbstständig machen.

Staatliche Liquiditätshilfen und Unterstützung für Kurzarbeit würden Unternehmen und Selbstständigen erst einmal weiterhelfen, sagte Köhler-Geib. »Auch ist es ermutigend zu sehen, wie viele Selbstständige sich in der Not neu erfinden und ihre Geschäftsmodelle den akuten Herausforderungen anpassen.« In den vergangenen Jahren hatte insbesondere die historisch gute Lage auf dem Arbeitsmarkt das Interesse an einer Selbstständigkeit gedämpft.

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