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Freelancer in der Krise

Weniger Existenzangst trotz Auftragsrückgang

16. April 2020, 11:55 Uhr   |  Elke v. Rekowski | Kommentar(e)

Weniger Existenzangst trotz Auftragsrückgang
© Freelancermap

Auch Freiberufler müssen angesichts der Corona-Krise große Herausforderungen meistern: Immerhin jeder vierte laufende Auftrag ist erst einmal auf Eis gelegt. Trotzdem sieht ein Drittel der Freiberufler optimistisch in die Zukunft, zeigt eine aktuelle Umfrage von Freelancermap.

Die meisten freiberuflich tätigen Experten sind demnach der Ansicht, dass die Auftragslage für sie gerade prekär ist. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten schätzt sie als schlecht, rund ein Drittel sogar als sehr schlecht ein. Im aktuellen beziehungsweise letzten Projekt war jeweils rund ein Viertel als Berater beziehungsweise als Projektleiter tätig. Weitere 21 Prozent haben eine Position in der Entwicklung eingenommen. Aktuelle Projekte werden derzeit häufig für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt (40 Prozent) oder sogar komplett storniert (35 Prozent). Nur jedes fünfte Projekt wird remote weitergeführt.

Einige Selbstständige befürchten, dass die Krise ihre Karriere als freie Experten beenden könnte. Rund vier von zehn Befragten haben eigenen Angaben zufolge Existenzängste aufgrund der Pandemie. Dennoch scheinen Freelancer ihre finanzielle Lage mittlerweile wieder objektiver einn als noch zu Beginn der Krise. So geben zwar 42 Prozent an, existenzielle Sorgen zu haben, in einer Freelancermap-Umfrage Mitte März lag der Anteil jedoch noch bei 56 Prozent und damit deutlich höher. 

Zuversicht wächst

Über ein Drittel der Selbstständigen ist mittlerweile zuversichtlich, auch die herausfordernde Corona-Lage meistern zu können. Nur jeder dritte freie Experte muss derzeit auf das vom Staat bereitgestellte Hilfspaket zurückgreifen. 42 Prozent kommen ohne die zusätzliche finanzielle Unterstützung zurecht. Knapp die Hälfte der Freelancer gibt allerdings an, dass die Krise nur maximal drei weitere Monate dauern darf, um keine finanzielle Schieflage zu verursachen. Für ein Viertel der freien Experten sind in diesem Zusammenhang sechs noch eine überbrückbare Zeitspanne. 

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