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Zwischen Aufbruch und Zusammenbruch

Was bleibt, wenn Corona geht

31. Juli 2020, 11:07 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Digitalisierung binnen Stunden

Hannes Schipansky,  Vertriebsleiter DACH und Österreich-Chef von Dynabook
© Dynabook

Hannes Schipany,  Vertriebsleiter DACH und Österreich-Chef von Dynabook

Selbst die IT-Branche wurde überrascht und war in Teilen auch überfordert angesichts der Geschwindigkeit, mit der Kunden in den vergangen Monaten ihre Digitalisierung umsetzten. Die Not freilich zwang zum raschen Handeln. Quasi über Nacht mussten Mitarbeiter im Homeoffice an den Computer, ins Unternehmensnetzwerk sicher eingebunden werden und Videokonferenz-Systeme  nutzen. Man habe Ware verteilt, nicht verkauft, fasst Marco Kuhn vom Refurbisher bb-net die Auftragsflut im März zusammen. Bei Dynabook sieht man nach dem ersten Ansturm auf Notebooks die Lage wieder nüchtern: Viele KMUs hätten ihre IT-Budgets für dieses Jahr ausgereizt, bis Jahresende stellt sich Dynabook-Manager Hannes Schipany auf stagnierende Absätze mit dieser Klientel ein. Besser sieht die Lage bei größeren Firmen aus: »Da werden geplante Projekte auch im zweiten Halbjahr durchgeführt. Eine Chance für unsere Partner und uns, auch weithin Umsatz zu generieren«, so der Vertriebsleiter DACH und Österreich-Chef von Dynabook.

Neben Clients und Monitoren waren und sind immer noch vor allem Plattformen für Kommunikation und Kollaboration gefragt, die naturgemäß immer verfügbar sind, sofern die Betreiber ihre Kapazitäten in den Rechenzentren der enormen Nachfrage anpassen, Bandbreite und der einrichtende IT-Dienstleister keine limitierenden Faktoren sind. Der einhellige Tenor aus der Branche: Aus der Not wurde eine Tugend, die über den Tag hinaus geschätzt werden könnte, dank IT handlungsfähig zu bleiben. Corona wirke als »Wake Up Call für die Digitalisierung«, sagt Jacques Diaz, CEO von Axians Deutschland, die »Teil einer resilienten Volkswirtschaft« sei.

Wie schnell Digitalisierung über alles Bedenkenträgertum hinweggehen kann, zeigt Bechtle. Binnen weniger Stunden implementierte das Systemhaus Ciscos Plattform Webex bei der saarländischen Regierung. Engagierte Fachhändler schließen Tausende Schulen an Homeschooling-Plattformen wie Tams an, versorgen mit der entsprechenden Hardware und gewährleisten digitalen Unterricht von zuhause. Angesichts des Lockdowns müsste dem letzten Politiker klar sein: Auch auf dem Land und nicht nur in Metropolen müssen Gigabit-Netze her. Digitalisierung ist alles andere als ein schlichter Luxus, sondern eine überlebenswichtige Infrastruktur wie Strom und Straßen für eine Volkswirtschaft.

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1. Was bleibt, wenn Corona geht
2. Krise vor der Krise
3. Gut aufgestellt
4. Neues Denken statt im Alten haften bleiben
5. Digitalisierung binnen Stunden

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