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Mobilität und Vernetzung

VW will Software-Anwendungen zukünftig selbst entwickeln

10. Januar 2020, 11:50 Uhr   |  Jan Petermann, dpa

VW will Software-Anwendungen zukünftig selbst entwickeln
© Volkswagen

Der VW-Konzern agiert als Vorreiter zum Thema Vernetzung in der Autobranche. Dafür sucht er immer mehr IT-Experten und plant, Software zukünftig selbst zu entwickeln.

Das Auto als rollender App-Store: Kunden des VW-Konzerns sollen ihren Wagen in Zukunft mit einem »digitalen Einkaufszentrum« vernetzen und wichtige Funktionen wie Updates der Fahrzeug-Software von überall aus erledigen können. Dazu wollen die Wolfsburger das Stuttgarter Unternehmen Diconium jetzt vollständig unter ihr Dach holen. Der Schritt hat auch für den internen Wandel des Autoherstellers eine hohe Bedeutung: Die VW-Gruppe sucht immer mehr IT-Experten und will Anwendungen zunehmend selbst entwickeln.

»Es gibt künftig nur noch eine Kern-App, mit der der Kunde auf alle Services zugreifen kann«, erklärt Kernmarken-Vertriebschef Jürgen Stackmann. Über die Nutzer-ID würden Auto, Händler und Hersteller zusammengebracht. Geplant sind auch Dienste zum Bezahlen beim Parken, Tanken und Aufladen oder für Multimedia-Streaming. In den Aufbau der nötigen Online-Infrastruktur und die Integration von Diconium steckt VW nach dpa-Informationen eine dreistellige Millionensumme. Dazu wird der bisher 49-prozentige Anteil an der Firma aus Baden-Württemberg auf 100 Prozent aufgestockt. Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Dienste wie Carsharing (WeShare) oder der Volkswagen-Shuttle-Service Moia bleiben zunächst zwar eigenständige Angebote. »Aber das "Einkaufszentrum" ist ein modulares System, wir schalten es Schritt für Schritt frei«, sagte Stackmann - erst einmal in Europa.

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2. VW sucht nach Schnittstellen zwischen Software und Handel

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