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Vmware bringt mit »Vsphere« Cloud-Computing ins Rechenzentrum

21. April 2009, 16:48 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Vmware bringt mit »Vsphere« Cloud-Computing ins Rechenzentrum

Die Hauptbestandteile von Vmware Vsphere 4.0: Die Software will eine Virtualisierungsplattform für Rechner, Netzwerk und Storage bilden.

Mit »Vsphere 4.0« hat Vmware den Nachfolger seiner Virtualisierungslösung »Infrastructure« vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger bietet Vsphere erweiterte Möglichkeiten, um Netzwerk-Komponenten und Speicherressourcen zu virtualisieren.

»Vsphere ist das erste Cloud-Computing-Betriebssystem«, so Thomas Kühlewein, Regional Manager Central Europe von Vmware, bei der Präsentation von Vsphere 4. Die Software soll es Unternehmen ermöglichen, ihr Rechenzentrum mittels Virtualisierung in eine »private Computing-Cloud« zu verwandeln.

Darunter versteht Vmware Server und die entsprechenden Betriebssysteme, Speichersysteme und Netzwerkkomponenten wie Adapterkarten und Switches. Mit Vsphere lassen sich alle diese Ressourcen zu einem Pool zusammenfassen und zentral verwalten. Das Ziel: eine IT-Umgebung, die Anwendungen wie Datenbanken oder CRM-Systeme von der IT-Hardware entkoppelt und ihnen nach Bedarf Rechen-, Speicher- oder Netzwerkkapazitäten zur Verfügung stellt.

Diese private »Wolke« enthält allerdings auch Schnittstellen zu externen »Clouds«, die beispielsweise Service-Provider bereitstellen. Der Anwender hat somit die Wahl, welche Ressourcen und Dienste er intern bereitstellt und welche er von außen beziehen möchte. Die Qualität der Services lässt sich mithilfe von SLAs (Service-Level-Agreements) kontrollieren.

Dieses Modell trägt der Tatsache Rechnung, dass viele Unternehmen aus Sicherheitsgründen wichtige Firmendaten nicht einem externen Service-Provider anvertrauen möchten, etwa Amazon und seinem Elastic-Compute-Cloud-Dienst.

Drei Kernkomponenten

Vsphere besteht aus drei Hauptbestandteilen: Vcompute, Vstorage und Vnetwork. Vcompute ist quasi die Serverkomponente. Im Gegensatz zu Vmware Infrastructure, das bis zu vier virtuelle CPUs pro Virtual Machine (VM) unterstützt, sind es bei Vsphere jetzt acht Prozessoren. Außerdem lassen sich bei der neuen Version der Software bis zu 256 GByte RAM pro VM adressieren (bislang 64 GByte).

Die I/O-Leistung hat sich auf mehr als 300.000 IOPS verdreifacht. Auch die Netzwerkbandbreite kletterte auf 40 GBit/s, von bislang 9 GBit/s.

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2. Thin-Provisioning integriert

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