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Verlust im ersten Quartal

Tesla verlagert Verkäufe ins Internet

01. März 2019, 17:43 Uhr   |  Lars Bube

Tesla verlagert Verkäufe ins Internet
© Tesla

Für den Autokauf geht man klassischerweise zum Händler. Tesla-Chef Elon Musk wagt einen radikalen Schnitt für die Branche: Den Kaufvertrag für die Elektrowagen des Konzerns soll man bald nur noch online abschließen können. Selbst die Probefahrt soll wegfallen.

Tesla will seine Elektroautos künftig nur noch über das Internet verkaufen. Das solle helfen, die Preise zu senken, sagte Firmenchef Elon Musk am Donnerstag. Viele der Tesla-Läden würden schließen, die verbliebenen Standorte in belebter Lage sollen als Ausstellungsfläche und Informationszentren genutzt werden. Nebenbei sagte Musk, dass Tesla nicht mit einem Gewinn im ersten Quartal rechne, aber im zweiten Vierteljahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren wolle.

Gleichzeitig kündigte Musk an, dass Teslas Hoffnungsträger Model 3 nun schließlich auch zum ursprünglich in Aussicht gestellten Preis von 35.000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen verkauft werde. Die Version hat unter anderem eine kleinere Batterie. Das sei der niedrigste Preis, zu dem Tesla ein Model 3 verkaufen könne, sagte Musk. Er rechne zwar auch damit, dass Tesla günstigere Elektroautos bauen könne - aber erst als neuen Fahrzeug in zwei bis drei Jahren. »Es ist höllisch schwer, die Kosten eines Autos zu senken.«

Um Preise niedrig halten zu können, müsse Tesla unter anderem beim Vertrieb sparen. »Es ist eine harte Entscheidung, aber ich denke, dass es die richtige Entscheidung für die Zukunft ist«, sagte Musk zum Komplett-Umstieg auf den Online-Verkauf. Das werde der Firma langfristig einen »fundamentalen Vorteil« bringen. Tesla sei überhaupt in der Lage, so etwas durchzuziehen, weil das Unternehmen die Autohäuser im Gegensatz zu anderen Herstellern selbst betreibe und nicht Franchisenehmern überlasse. Es gebe derzeit keinen anderen Weg für Tesla, finanziell nachhaltig zu wirtschaften, sagte Musk.

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1. Tesla verlagert Verkäufe ins Internet
2. Tesla-Aktie unter Druck
3. Rückgabe statt Probefahrt

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