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Smart Farming

Tablet, Smartphone und Sensoren auf dem Acker

25. November 2019, 16:32 Uhr   |  dpa


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Unterschätzter Datenschatz

Lipps vom DLR geht einen Schritt weiter: »Wo ich digitale Landwirtschaft will, brauche ich 5G. Das wird eine Herausforderung.« Überhaupt ein Netz würde Landwirt Markus Bamberger mit seinen Flächen nahe Steinhardt im Kreis Bad Kreuznach helfen. »Was nutzt die ganze Technik, wenn sie nicht funktioniert«, sagt er. Während er auf der Höhe Empfang habe, gehe in tieferen Lagen nichts mehr. Es gebe ein Funkloch zwischen Waldböckelheim und Bad Sobernheim. »Da bin ich.«

Zudem kostet die neue Technik ganz ordentlich. »Das kann Betrieben das Genick brechen«, sagt Lipps. Sinnvoll sei der gemeinsame, überbetriebliche Einsatz von Maschinen. Das sei an sich eine gute Sache, meint Bauer Elmar Kremer aus Buch im Hunsrück. Doch dann müsse man sich darauf verlassen können, dass Maschinen pfleglich behandelt würden und bei Bedarf einsatzbereit seien. Er hat schon einen GPS-gesteuerten Schlepper getestet, gekauft hat er ihn noch nicht, das sei eine »ganz schöne Investition«. Erleichterung erhofft er sich auch durch die digitale Dokumentation etwa der Düngemittelmenge.

Nach Einschätzung Köhlers vom DLR lohnt sich smarte Technik vor allem auf großen Flächen und kann die Industrialisierung der Landwirtschaft vorantreiben. Landwirte müssten darauf achten, nicht alle Daten und Erfahrungswerte kostenlos in Clouds preiszugeben und so großen Investoren zugänglich zu machen. »Das ist das Kapital der Landwirte«, sagt Köhler. »Doch das erkennen viele nicht.« Auch Minister Wissing betont: es sei wichtig, dass Landwirte Herr über ihre Daten blieben.

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1. Tablet, Smartphone und Sensoren auf dem Acker
2. Autonome Traktoren
3. Unterschätzter Datenschatz

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