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Cloud aus Hochsicherheitsrechenzentrum

Systemhaus it-NGO: So geht MSSP

04. November 2019, 09:00 Uhr   |  Tanja Muhme / Martin Fryba

Systemhaus it-NGO: So geht MSSP
© it-NGO

Partnerschaft für Sicherheit: Andreas Dickehut (links) von ColocationIX hostet für Jörg Sünrams it-NGO Managed Services für ca. 300 Kunden, die von fünf Mitarbeitern überwacht werden.

Managed Security Service Provider: Während viele Systemhäuser das sperrige Acronym erst noch noch bustabieren lernen, macht Jörg Sünram Nägel mit Köpfen. Datenschutz und Datensicherheit bilden seit 2011 schon die DNA der it-NGO - schnellstes Hosting von Managed Services aus dem Atombunker inklusive.

Die Systemhaus-Branche marschiert in Richtung Managed Services. Vorne mit dabei ist it-NGO aus Niedersachsen. Hinter dem Namen steht die 20-jährige Erfahrung des Firmengründers Jörg Sünram als IT-Administrator und Berater. In seinem 2011 gegründeten Unternehmen bietet er mit einem kleinen Experten-Team ERP-Hosting, Managed Services sowie Cloud-Computing. Dieses Leistungsspektrum, verbunden mit einem Fokus auf Datenschutz und Datensicherheit, bilden seit der Firrmengründung die Service-DNA dieses Hauses. Die Entwicklung hin zum MSSP, Managed Security Service Provider, wie sie beispielsweise Solarwinds MSP seinen Partner rät, hat Sünram schon vollzogen, als der Begriff im Channel noch  Neuland war.

it-NGO heißt nämlich »Next Generation Outsourcing«, und weil Sünram seine Karriere als  IT-Administrator startete, weiß er genau, dass man nur durch standardisierte und automatisierte Prozesse mit wenig Technikern die IT sehr vieler Kunden betreiben kann. Bei it-NGO kümmern sich fünf Mitarbeiter um rund 300 Kunden.


Der Kundenstamm besteht vor allem aus mittelständischen Unternehmen in der Region Niedersachsen und benachbarten Bundesländern – zum Teil mit Niederlassungen in Europa und den USA. Zu ihnen gehören der Mikropumpen-Hersteller Schwarzer Precision, die Möbelwerke Siematic sowie Harms + Wende, der hanseatische Experte für industrielles Schweißen. Was sie eint, ist der konkrete Wunsch nach Datensicherheit, Verfügbarkeit und Konnektivität. »Unser Service fußt auf gewachsenem Vertrauen, es zählt der direkte Kontakt«, so Sünram. »Einer unserer Kunden hat da einen schönen Leitspruch: Das Vertrauen eines Kunden zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren nur Sekunden.«


Im Allgemeinen wünschen sich seine  Kunden eine Zusicherung, dass sowohl it-NGO als auch die Partner des MSP wie Rechenzentrumsbetreiber alles tun, um maximale Sicherheit nach Stand der Technik zu gewährleisten. »Schließlich vertrauen sie uns als ihrem ERP-Hoster sensible Daten wie Kunden- und Lieferantendaten an. Das sind Herzstücke, die kein Mittelständler mit ruhigem Gewissen outsourct. Unsere Kunden können besser schlafen, wenn sie ihr ERP-System einem bewährten Systemhaus-Partner überlassen, statt einen anonymen Cloud-Anbieter zu buchen«, sagt Sünra.  Das entgegengebrachte Vertrauen untermauert it-NGO durch Zertifizierungen wie »Trusted Cloud« und »Cloud Security Made in Germany«.

Die Rechenzentrumsfrage
Der Betrieb von Cloud-Szenarien als Services birgt für all jene Dienstleister enormes Wachstumspotenzial, die dem Markt mit einem klaren Konzept begegnen. Eine transparente Rechenzentrumsstrategie ist dafür unverzichtbar. So mieten sich viele Systemhäuser bei den großen Hyperscalern ein und nutzen dann die dort verfügbaren Konzepte und Infrastrukturen. it-NGO geht einen anderen Weg: Mit dem Wunsch nach mehr Flexibilität im Gepäck zog das Team im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung in ein Colocation-Rechenzentrum. Damit sind Produkte oder Lösungen nicht vom Anbieter vorkonfektioniert – der Weg ist vielmehr frei für spezielle Software und Lösungen, die zum jeweiligen Kundenanspruch passen.


 

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2. Hosting aus dem Atomschutzbunker
3. »Völlig paranoid«

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