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Neue Anforderungen im Systemhausmarkt

Systemhäuser auf dem Weg zum Cloud-Business

13. Dezember 2018, 11:23 Uhr   |  Ulrike Garlet


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Flexibilität schlägt Kosten

Flexibilität und Schnelligkeit sind dabei nach Erfahrung der meisten Systemhäuser die Haupttreiber für die rasant fortschreitende Cloud-Durchdringung. Nutzer können spontan auf Geschäftsentwicklungen reagieren, indem sie zusätzliche Kapazitäten und Anwendungen dazubuchen. Kosteneinsparungen spielen dagegen oft eher eine untergeordnete Rolle. Viele Unternehmen haben allerdings den Wunsch, ihre Investitionskosten so gering wie möglich zu halten und die IT nach dem »pay-as-you-go«-Prinzip zu konsumieren. »Cloud macht agile Unternehmensstrategien möglich. Der Kunde reduziert IT-CAPEX erheblich und kann schneller neue Anwendungsfälle realisieren«, schildert Axians-Technikchef Hähnel die Vorteile.

Auch wenn Sorgen über den Schutz der eigenen Daten manche Unternehmen noch vom Schritt in die Cloud abhalten, kann das Thema Sicherheit gleichzeitig auch ein Argument für die Public Cloud darstellen. Denn die großen Cloud-Anbieter ermöglichen durch engmaschige Compliance-Vorgaben und zertifizierte IT-Sicherheit häufig ein Security-Niveau, das gerade kleinere Unternehmen selbst kaum umsetzen können. Auch der Wunsch nach einer einfachen und standortunabhängigen Nutzung von IT-Leistungen treibt den Wechsel in die Cloud voran. »Cloud-basierte Lösungen sind aktuell deshalb extrem gefragt, weil sie den Aufwand für Installation, Wartung und Updates auf ein Minimum reduzieren und der Zugriff auf alle relevanten Daten von überall komfortabel gelingt«, sagt auch Denk.

Sich ein zusätzliches Standbein im Geschäft mit Managed Services und Cloud-Services aufzubauen, wird für Systemhäuser deswegen zukunftsentscheidend. So hat Computacenter etwa im vergangenen Jahr seine Cloud-Services unter der Marke »Digital Power« gebündelt. Bei Axians stehen die Themen Connected Cloud, Multi-Cloud-Beratung sowie das hauseigene Private-Cloud-Angebot »Axians vPack« im Fokus. »Es geht uns immer um die Lösung: Der Handel mit Cloud-Lizenzen ohne einen zusätzlichen Mehrwert für den Kunden ist für uns nicht attraktiv, auch wenn Hersteller wie Microsoft dem Channel sehr attraktive Handelsmargen bieten«, sagt Hähnel.

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1. Systemhäuser auf dem Weg zum Cloud-Business
2. Mehr Möglichkeiten in der IT
3. Flexibilität schlägt Kosten
4. Fachkräftemangel verhindert Wachstum

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