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Software-Verfallsdatum

Support-Ende für zahlreiche Microsoft-Produkte

12. Januar 2015, 16:30 Uhr   |  Lars Bube

Support-Ende für zahlreiche Microsoft-Produkte
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Heute endet der Mainstream-Support für einige weit verbreitete Microsoft-Produkte wie Windows 7, Server 2008, NAV 2009, Exchange Server 2010 und Dynamics (C5) 2010. Im Sommer fällt dann der Server 2003 aus dem Erweiterten Support.

Nachdem im vergangenen Jahr die Support-Uhr für Microsoft Windows XP abgelaufen ist, folgen schon in diesem Jahr einige weitere Programm-Versionen, die auf das geplante Ende ihrer Lebenszeit zulaufen. In den meisten Fällen betrifft dies immerhin nur den von Microsoft ab Verkaufsstart jeweils auf fünf Jahre angelegten Mainstream-Support, der neben kostenlosem Support auch Funktionserweiterungen sowie Weiterentwicklungen enthält. Dieser fällt ab heute etwa für Windows 7 (alle Versionen), Windows Server 2008 (incl. R2), Windows Storage Server 2008, NAV 2009 und NAV 2009 (R2), Systems Management Server 2003, Exchange Server 2010 und Dynamics (C5) 2010 weg. Ganz abgelaufen ist die Lebenszeit dieser Produkte damit allerdings noch nicht. Für weitere fünf Jahre gewährt Microsoft Nutzern darüber hinaus noch den »Extended Support«, mit dem zumindest noch die wichtigsten Sicherheitsupdates und Patches für die Anwendungen kostenlos geliefert werden. Somit bleibt Unternehmen und Privatnutzern, die eine der betroffenen Lösungen einsetzen noch genügend Zeit, sich nach einer Alternative umzusehen und die Migration zu planen. Da mit dem Ende des Mainstream-Supports allerdings auch die Bereitstellung von Hotfixes kostenpflichtig wird, kann sich ein früherer Umstieg gerade in systemkritischen Bereichen durchaus lohnen.

Ein wesentlich dringlicheres Problem haben alle Nutzer, die noch den Windows Server 2003 einsetzen. Bei diesem weit verbreiteten Server-Betriebssystem läuft am 14. Juli 2015 bereits der Extended Support aus. Damit gibt es ab dem Sommer keinerlei Updates und Patches mehr für die Software. Microsoft empfiehlt den betroffenen Kunden deshalb, möglichst bald auf die neueren Versionen Windows Server 2012 R2 und Azure zu migrieren. Dieser Umstieg muss auf jeden Fall frühzeitig geplant und getestet werden, da er insbesondere durch den Wechsel von einer 32 Bit-Umgebung auf 64 Bit einige potentielle technische Hürden für die gesamte Installationsbasis mit sich bringt. Bereits Ende letzten Jahres ist zudem der Support für einige Software-Versionen mit veralteten Service Packs abgelaufen. Wer also noch Office 2010 oder SharePoint Server 2010 mit dem Service Pack 1 betreibt, sollte dafür jeweils dringend das aktuelle Service Pack herunterladen und installieren.

»Nutzen Sie Ihre Kundendaten und die Reichweite lokaler Medien (Stadtteilzeitungen), um die Nutzer von Windows Server 2003 zu informieren und bieten Sie Ihre Unterstützung bei der Umstellung an«, rät Sven Langenfeld, Business Development Manager Windows Server bei Microsoft, den Resellern deshalb. »Beginnen Sie jetzt frühzeitig mit der Planung, um Sicherheits- und Compliance-Risiken Ihrer Kunden zu vermeiden und bei der Migration von technologischen Innovationen zu profitieren.«

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2. Migrationshilfe für Ihre Kunden

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