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Europäischer DESI-Index

Stärken und Schwächen der deutschen Digitalisierung

25. Februar 2016, 11:17 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

Stärken und Schwächen der deutschen Digitalisierung

Insgesamt kommt die Digitalisierung in Deutschland gut voran

In ihrem jährlichen DESI-Index stellt die EU-Kommission Deutschland insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Die größten Sorgenkinder bleiben der schleppende Breitbandausbau, Fachkräftemangel und und die digitale Verweigerungshaltung in Politik und Behörden.

Die EU-Kommission hat ihren alljährlichen »Digital Economy and Society Index« (DESI) vorgestellt. Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft beschreibt den Status und Fortschritt der Mitgliedsländer in den Bereichen Konnektivität, Know-how, Internetnutzung, Integration digitaler Technologien und E-Government. Dabei attestiert die EU-Kommission Deutschland für das vergangene Jahr eine besonders gute Entwicklung, dank der das Land Luxemburg überholen und sich so auf den neunten Platz der Gesamtbewertung innerhalb der EU vorarbeiten konnte. Damit ist Deutschland einer der wenigen Mitgliedsstaaten in den Top 10, der weiter mit starkem Digitalisierungsfortschritt glänzt. In anderen Ländern der Spitzengruppe wie Dänemark (1), Schweden (3), Finnland (4), Belgien (5), Großbritannien (6), Irland (8), Luxemburg (10) und Litauen (13) hat sich das digitale Wachstum im letzten Jahr deutlich verlangsamt.

Ebenfalls besonders stark haben sich 2015 dafür die Niederlande (2), Estland (7), Malta (11), Österreich (12) und Portugal (14) entwickelt. Die rote Laterne haben weiterhin Kroatien (24), Italien (25), Griechenland (26) Bulgarien (27) und Rumänien (28). Dennoch zeigten auch hier einige Länder wie Kroatien und Rumänien deutliche Fortschritte, wodurch die Lücke zwischen den stärksten und schwächsten Ländern immer geringer wird. Damit konnte sich auch das gesamte EU-Gebiet insgesamt erneut verbessern und liegt auf der von Null bis Eins reichenden Skala nun auf einem Wert von 0,52. Allerdings hat sich das digitale Wachstum im vergangenen Jahr halbiert. Hatte der DESI der EU zwischen 2013 und 2014 noch von 0,46 auf 0,50 zugelegt, konnte sich der gesamte Wirtschaftsraum im vergangenen Jahr nur noch um 0,02 Punkte verbessern.

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2. Deutschland: Stark im Etail, schwach bei Breitband

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