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Verschiedene Wirtschaftszweige haben unterschiedliche Anforderungen

Softwarehersteller brauchen für Branchenlösungen kompetente Partner

06. September 2011, 14:06 Uhr   |  Werner Fritsch

Softwarehersteller brauchen für Branchenlösungen kompetente Partner

Für Branchenlösungen sind Partner prädestiniert: Sie können im Rahmen marktgängiger Softwareprodukte Spezialkenntnisse einbringen und ergänzende Applikationen erstellen. Die Hersteller bieten ihren Vertriebs- und Implementierungspartnern vielfältige Unterstützung.

Bei den Anwenderunternehmen ist geschäftlicher Nutzen zu vertretbaren IT-Kosten gefragt. »Individuallösungen verlieren deutlich an Boden. Es dauert einfach zu lange, bis sie erstellt sind, außerdem kostet die Wartung viel Geld«, weiß Rüdiger Spies, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen IDC. Nur große Organisationen könnten sich dies noch leisten. Die Softwareentwicklung mit Komponenten und Frameworks sei eine gute Alternative: »Sie halten die Kosten unter Kontrolle und erlauben eine zügigere Einführung.« Diese Möglichkeit offeriert zum Beispiel IBM. Ansonsten ist betriebswirtschaftliche Standardsoftware für Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM) und ähnliche Themen weiter auf dem Vormarsch.

Spies sieht bei den Applikationsanbietern eine anhaltende Notwendigkeit, mit Partnern zusammenzuarbeiten: »Die Hersteller werden auch in Zukunft nicht die Kapazitäten haben, ihr Lösung in jede Subbranche zu übersetzen.« Die Hersteller liefern typischerweise generische Funktionalität, um das Gros der branchenspezifischen Belange kümmern sich dann Partner: von der Programmierung von Zusatzapplikationen über die Vermittlung in Beratungsgesprächen bis zur Implementierung bei den Kunden.

Kleinere Softwarehäuser sollten das Kernsystem eines großen Herstellers nutzen und ihr eigenes Branchen-Know-how einbringen, empfiehlt der Marktkenner. Mit eigenen Angeboten können sie Spies zufolge nämlich keine Differenzierung erreichen. »Sie müssen sich im Ökosystem der großen Anbieter gut positionieren, um von deren Marketing-Maschinerie optimal zu profitieren.« Zur Auswahl steht eine ganze Reihe etablierter Softwarehersteller, die Partner mit Schulungen produkt- und branchenbezogener Art, Zertifizierungen und weiteren Maßnahmen unterstützen.

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5. Infor baut um
6. Zahlreiche regionale Hersteller
7. IBM als Partner und Wettbewerber

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