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Konzerne von allen Seiten unter Druck

Silicon Valley im »Techlash«

13. Dezember 2019, 11:38 Uhr   |  dpa

Silicon Valley im »Techlash«
© Frank - AdobeStock

US-Techfirmen spüren auch im Heimatland immer mehr Gegenwind aus der Politik. Vor allem Facebook trifft es immer wieder hart. Im Jahr der US-Präsidentenwahl dürfte der Ton noch schärfer werden.

Amerikanische Technologie-Giganten wie Google oder Facebook konnten sich zumindest in ihrem Heimatmarkt lange Zeit auf eine lockere Regulierung und ein grundsätzliches Wohlwollen der Politik verlassen. Am ehesten wurden sie als dynamische Vorzeigeunternehmen gesehen, die Amerikas Rolle in der Welt von Morgen sichern. Doch diese Zeiten sind vorbei. 2019 wurde zum Jahr, in dem über die Tech-Konzernen mit voller Wucht der »Techlash« hereinbrach. Die Wortschöpfung aus »technology« und »backlash« (etwa: Gegenreaktion) wurde zum Symbol für das neue Verhältnis von Silicon Valley und Politik in den USA.

Wenn Facebook-Chef Mark Zuckerberg jetzt vor Ausschüsse in Senat und Repräsentantenhaus zitiert wird, schlägt ihm oft offene Feindseligkeit entgegen. Google, Facebook und Amazon stehen im Visier von Wettbewerbsermittlungen des US-Justizministeriums. Die demokratische Präsidentschafts-Anwärterin Elizabeth Warren machte die Zerschlagung der Tech-Riesen zu einem Eckpunkt ihres Programms für die Wahl 2020. Die Handelsbehörde FTC presste aus Facebook nach den Daten-Skandalen der vergangenen Jahre die Rekordstrafe von fünf Milliarden Dollar heraus.

Als Amazon ankündigte, einen neuen Standort für 25.000 Mitarbeiter in New York aufzubauen, war der Widerstand von Einwohnern und Lokalpolitikern so heftig, dass der Konzern einen Rückzieher machte. Der Schauspieler Sacha Baron Cohen, bekannt unter anderem als »Borat«, erntete jüngst Aufmerksamkeit als er Facebook und andere Social-Media-Plattformen als »größte Propaganda-Maschine der Geschichte« kritisierte.

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1. Silicon Valley im »Techlash«
2. Wachsende Kritik aus der Politik
3. Technologie als Problem und Lösung zugleich

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dpa

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