Schwerpunkte

Boom bei gebrauchter Hard- und Software

Satte Margen im zweiten Lebenszyklus

16. Januar 2019, 15:48 Uhr   |  Lars Bube

Satte Margen im zweiten Lebenszyklus
© Mihail - AdobeStock

Das starke Wachstum der Märkte für gebrauchte Hard- und Software lockt immer mehr Anbieter an, nicht alle davon arbeiten seriös. Mit kluger Auswahl ihrer Lieferanten und guter Beratung ­können Reseller das aber sogar für sich nutzen.

Der Markt für Used-IT ist erwachsen geworden. Waren die Angebote gebrauchter Produkte lange Nischen, die nur wenigen bekannt waren und insbesondere im Business-Umfeld nur selten in Betracht gezogen wurden, hat sich das inzwischen grundlegend geändert. Immer mehr Unternehmen und auch Privatkunden prüfen bei der Anschaffung von Hard- und Software, ob es nicht günstigere Alternativen für sie gibt. Im Behördenumfeld muss gebrauchte Software nach mehreren Urteilen bei Ausschreibungen sogar explizit mit beachtet werden. Dementsprechend wachsen die Absatz- und Umsatzzahlen gebrauchter Hard- und Software schon seit mehreren Jahren konstant zweistellig.

Dadurch werden entsprechende Angebote für Kunden auch für den Handel immer interessanter. Während etwa der Absatz neuer PCs stagniert, lassen sich mit gebrauchten Geräten neue Kundenkreise erschließen und zögernden Bestandskunden gute Möglichkeiten aufzeigen, mit deutlich geringeren Investitionen eine Modernisierung ihrer IT-Landschaft zu erreichen. Zumal das Angebot der Refurbisher neben PCs und Peripheriegeräten wie Monitoren auch größere Geräte wie Server und Storage-Systeme sowie neuere Gerätekategorien für den mobilen Arbeitseinsatz wie Smartphones, Tablets, Ultrabooks und Hybridgeräte umfasst.

Hinzu kommen außerdem weitere Vorteile für den Händler und seine Kunden, die in der allgemeinen Fokussierung auf den günstigeren Einkaufspreis noch immer unterschätzt werden. Insbesondere ist hier ein Rollback und möglicher Verkauf der auszutauschenden Assets zu nennen, der gerade für Systemhäuser im Projektgeschäft ein wichtiger Trumpf sein kann. Indem die noch brauchbaren überschüssigen Lizenzen und Geräte versilbert werden, kann der Gesamtpreis weiter gesenkt und somit zusätzliches Budget für die anstehenden Investitionen freigeschaufelt werden. Gleichzeitig können Kunden hiermit die Kosten für teils aufwendige Schritte wie die Demontage, sichere Löschung und Entsorgung von ausgedienten Altgeräten erspart werden.

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1. Satte Margen im zweiten Lebenszyklus
2. Beratung ist Trumpf
3. Hardware Reloaded
4. Topaktuelle Business-Modelle zum Einstiegspreis
5. Software
6. Risiken vermeiden
7. Chancen nutzen

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